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nicht binär, queer oder was?

Begonnen von Zwurg, 07.02.2021 08:43

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Zwurg

Hallo liebe Rocker,

Vielleicht habt ihr das Outing der Schauspieler auch gesehen.
https://sz-magazin.sueddeutsche.de/kunst/schauspielerinnen-schauspieler-coming-out-89811?reduced=true

Und beim Lesen von dem Artikel hab ich mich gefragt ob wir auch irgendwie nicht binär, qeer, halb-, fast-, mitteltrans  oder irgendwie oder was sind?

Auf jeden Fall entsprechen wir nicht der Norm. Also muss doch an meinem Gdanken was daran sein. Oder?
Den größten Mut erfordert es den eigenen Weg zu gehen

cephalus

Leider ist der lesbare Teil des Artikels nicht sehr aussagekräftig, aber je nachdem wie man die einzelnen Begriffe versteht, könnte was dran sein.

GregorM

Hallo Zwurg,

leider gibt es den Artikel nicht ohne Abo zu lesen.

Gruß
Gregor
Gruß
Gregor

MAS

Das, was Gregor schrieb, wollte ich auch gerade schreiben.

LG, Micha

PS: Lieber Gregor, ich meine es nicht herabwürdigend, wenn ich oben in der 3. Person über Dich schreibe.
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

ACHTUNG! Ich verbiete ausdrücklich, Texte oder Bilder, die ich hier einstelle, ohne meine ausdrückliche Erlaubnis auf andere Seiten zu kopieren!

Zwurg

Ich konnte ihn auch ohne abo lesen. Momentan ist dieses Schauspielerouting auf mehreren Medien zu sehen.
Aber mir gings jetzt um die Begriffsklärung.
Da gibt es ja so viele Begriffe.
Den größten Mut erfordert es den eigenen Weg zu gehen

MAS

Oh ja! Vor Jahren gab ich mal eine Lehrveranstaltung zu "Gender und Religion". Unter den Studierenden saß ein w->m-Tansgender, der mir da mal eine lange Liste solcher Begriff mitgab. Und wenn man da von außen drauf guckt und das systematisieren will, hat man das Problem, dass sich das Forschungsobjekt eben selbst bezeichnet und kritisch Stellung nimmt zu Bezeichnungen, die von außen eingebracht werden. Es sind Menschen auf der Suche nach sich selbst, nach ihrer Stellung in der Natur und in der Gesellschaft, nach einem gangbaren Lebensweg usw. Und bei der Begriffsfindung spielen neben linguistischen und etymologischen, sowie biologischen, psychologischen, medizinischen, soziologischen und anderen wissenschaftlichen Herleitungen auch Gefühle eine große Rolle. So gibt es individuelle, subjektive Befindlichkeiten, dann Diskurse unter ähnlich Betroffenen und Diskurse mit Nichtbetroffenen. So entstehen immer neue Begriffe.

LG, Micha
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

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Zwurg

Und? Gibts da einen Begriff, oder Begriffe in die wir einzusortieren sind? Cross, queer, metro, ultra, pan, omini....
Den größten Mut erfordert es den eigenen Weg zu gehen

MAS

Der besagte Student bezeichnete mich als Crossdresser.

LG, Micha
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

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chris-s

Zitat von: MAS am 07.02.2021 12:32
Der besagte Student bezeichnete mich als Crossdresser.

LG, Micha

So würde ich mich auch sehen!

doppelrock

Manchmal denke ich, Gender ist eher eine Methode, um die Leute mit vermeintlich individuellen Definitionen und daraus abgeleiteten Identitäten in ganz ganz viele Grüppchen zu zerteilen, ohne ihnen dadurch irgendeine Art von Hilfe oder Klarheit zu bieten. Statt 2 Geschlechter darf man dann 200 oder 4000 auswählen und sich dann schlimmstenfalls von 3999 aktiv  distanzieren statt von einem. Aus Kleidung, die in bestimmten Gesellschaften zu bestimmten Zeiten für ein Geschlecht sozialisiert ist, Geschlechter oder sexuelle Vorlieben abzuleiten, würde ich als abwegig bezeichnen, wohlwollend als "philosophischer Ansatz".

Für mich selbst gilt, dass ich ein Mann bin, der sich am ganzen Sortiment der Kleidung bedienen möchte und dieses auch allen Menschen zugesteht.

Crossdressing funktioniert aber nur, wenn man bewusst die Schranken im Kopf zementiert, statt sie zu überwinden.

MAS

Das ist klar, Doppelrock, dass man nur Grenzen überqueren kann, die es gibt, und Grenzen von Objekten sind wichtig, um sie von anderen Objekten zu unterscheiden. Ohne Grenzen gibt es nur Einheitsbrei.

Vielleicht ist es so, dass manchen Menschen dir eine Grenze zwischen männlich und weiblich nicht reicht, da sie sich weder auf der einen noch der anderen Seite davon heimisch fühlen. Das liegt dann aber sicher daran, dass diesen beiden Seiten zu eindeutig Merkmale zugesprochen weren, mit denen man sich identifizieren muss, um sich zugehörig zu fühlen. Statt dass man sagt, es gibt viele Formen von Männlich und von Weiblich, konstruiert man sich dann lieber ein neues Geschlecht.

Worauf es aber letztlich ankommt, wenn man mit andern Menschen in Frieden zusammenleben will, dass man die Selbstkonzepte, die andere sich konstruieren, respektiert und nicht die eigenen anderen aufzwingt.

Das gilt ja nicht nur für geschlechtliche Identitätskonstrukte, sondern für religiöse, kulturelle und so weiter genau so.

LG, Micha
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

ACHTUNG! Ich verbiete ausdrücklich, Texte oder Bilder, die ich hier einstelle, ohne meine ausdrückliche Erlaubnis auf andere Seiten zu kopieren!

JJSW

#11
Ich selbst bin einfach ein Mann, der gerne Röcke und Kleider trägt. Was bringt es mir, mich anders zu definieren?
Das Schubladeneinordnen und Etikettieren sollen andere machen, da muss ich nicht mitmachen.

Hallo doppelrock

Schön, auch mal andere Beiträge von Dir zu lesen. Dann trägst Du eventuell auch ein bisschen dem Ziel dieser Webseite bei ;)

Grüßle
Jürgen
Laßt Euch nicht von Zweifeln plagen
und genießt das Röcketragen

MAS

Lieber Jürgen,

es geht ja eher um Selbstidentifizierungen von Menschen, die sich selbst nicht so klar oder gar nicht als männlich oder weiblich sehen.

Das ist so ähnlich wie sich einer einfach als Schwabe sieht, während es anderen wichtig ist, Württemberger, Hohenzollerer, Augsburger oder Allgäuer zu sein oder aber Baden-Württemberger oder Bayer oder Deutscher, Europäer, Mensch.

LG, Micha
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

ACHTUNG! Ich verbiete ausdrücklich, Texte oder Bilder, die ich hier einstelle, ohne meine ausdrückliche Erlaubnis auf andere Seiten zu kopieren!

high4all

Zitat von: Zwurg am 07.02.2021 08:43
Und beim Lesen von dem Artikel hab ich mich gefragt ob wir auch irgendwie nicht binär, qeer, halb-, fast-, mitteltrans  oder irgendwie oder was sind?

Auf jeden Fall entsprechen wir nicht der Norm. Also muss doch an meinem Gdanken was daran sein. Oder?
Die Kleidung hat nicht unbedingt etwas mit dem Geschlecht zu tun.

Der Norm, dass Männer nur Hosen tragen, entsprechen wir freilich nicht. Aber sonst sind wir eher normal.
Herr, ich danke Dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. (Psalm 139,14)

Never be limited by other people's limited imaginations. (Dr. Mae Jemison)

Wenn wir es recht überdenken, so stecken wir doch alle nackt in unsern Kleidern. (Heinrich Heine

JJSW

#14
Zitat von: MAS am 07.02.2021 19:06
Lieber Jürgen,

es geht ja eher um Selbstidentifizierungen von Menschen, die sich selbst nicht so klar oder gar nicht als männlich oder weiblich sehen.

Ach so, die müssen sich eben klar werden, was sie jetzt sein wollen. Ob männlich oder weiblich, cross, trans, queer oder was es sonst noch alles gibt. Da gibts ja viel inzwischen Auswahl und schön wärs, sie haben Anleitung, um das richtige zu finden.

Darin kenn ich mich zuwenig aus, da kann ich leider nicht weiter helfen.  ich kann nur für mich sprechen. Mir gehts um die Klamotten, nicht um Geschlecht oder Gender.

Grüßle
Jürgen
Laßt Euch nicht von Zweifeln plagen
und genießt das Röcketragen