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Gender-Neusprech

Begonnen von Lars, 26.04.2021 10:24

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JoHa

Ach, Hajo,

jawoll, geschoben werden sollen wir von vielen Existenzen, die vor wenigen Jahren noch im braunen Morast steckten und sich nicht rauswagten. Ich lasse mich zwar nicht schieben, sehe aber, dass sich nicht nur ein Gender-Neusprech zu Wort meldet.
Meine eigene Partei spricht im Programm nicht mehr vom Sozialismus, sondern von "Gerechtigkeit und Solidarität", um nur ein Beispiel zu nennen.
Das meinte ich mit "nach rechts schieben". Rechts wird Druck aufgebaut, und nun kloppt man sich um die schönsten Plätze in der Mitte.

Asterix

Zitat von: JoHa am 31.05.2021 21:20
Meine eigene Partei spricht im Programm nicht mehr vom Sozialismus, sondern von "Gerechtigkeit und Solidarität",

Um welche Partei handelt es sich? SPD? Linke? Eine andere?

Gruß
"Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen" (Giovanni Bosco)

JoHa

SPD. Warum fragst du?

Holger Haehle

#153
Ein hervorragendes Dokument zum Gendern beim ZDF und über die Genderterroristin Petra Gerster.

https://www.youtube.com/watch?v=VwGBsRjiBEk

culture skirt

Das ist das, was die Leute wirklich darüber denken, wie Heidenreich.
"Wenn ich sage Menschen, meine ich Menschen. Wenn ich Künstler sage, meine ich alle Künstler, die Künstler sind, auch die Frauen", sagte Heidenreich der Zeitung und ergänzte: "Dieses feministische Getue in der Sprache geht mir furchtbar gegen den Strich."

(...) "Ich bin kein Freund der Quote, ich kann das Wort Quote überhaupt nicht hören", sagte sie. "Es geht nach Qualifikation und nicht nach Geschlecht – wenn einer besser ist, ist er besser."

Auf die Frage, ob sich Heidenreich selbst als Feministin bezeichnen würde, antwortete die Schriftstellerin: "Ich bin ein Mensch, der Menschen völlig gleichberechtigt sehen möchte. Ich bin keine Feministin, ich weiß nicht, was man darunter versteht."



In Meinungsumfragen zeigt sich regelmäßig eine große Mehrheit der Deutschen von der Gendersprache nicht besonders angetan, aber nur wenige finden so deutliche Worte dagegen wie Elke Heidenreich.

https://www.ksta.de/podcast/talkmitk/elke-heidenreich--ich-finde-gendern-ganz-schrecklich-und-bin-vehement-dagegen--38441616?cb=1623145831321

radix

Hallo Holger,

danke für den Link! Petra Gerster ist eine sehr sympathische Frau. Schade, dass sie nun nicht mehr auf dem Bildschirm zu sehen sein wird, denn sie hat die Altersgrenze erreicht und kann sich nun zurücklehnen.

VG Radix

Skirtedman

#156
Ja,

von Bekannten von mir, die sie näher kennen, höre ich das auch immer mal wieder.

Ich hatte sie mal im beruflichen Umfeld in einer entspannten Situation, also praktisch halbprivat, als eine sehr umsichtige, interessierte, empathische und gebildete Person kennengelernt. Ich trug Rock.
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch seelisch gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks im Hirn wohl sitzen, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

Holger Haehle

#157
Ich teile eure Meinung über Frau Gerster absolut.

Trotzdem ist mir ihre Aussage zum Gendern noch wichtiger, denn es gab hier im Forum Kritik zum Genderdiktat. Überall würde das gemacht, um uns zum neuen Sprachgebrauch zu zwingen. Und das ZDF sei ein Teil dieses antidemokratischen Diktats. Andernorts wurde Frau Gerster zudem als Genderterroristin bezeichnet.

Schon damals war mir aufgefallen, dass das Gendern sehr unterschiedlich beim ZDF gehandhabt wird. Eine einheitliche oder gar konsequente bis diktatorische Pflicht zum Gendern konnte ich nicht erkennen.

Nun weist Frau Gerste in dem Interview daraufhin, dass es tatsächlich keine Vorgaben, und auch nicht Empfehlungen, seitens des Chefredakteurs oder des Programmdirektors gab. Es gab lediglich den redaktionellen Hinweis den Sprachgebrauch nach eigenem journalistichen Ermessen abzuwägen und frei zu wählen.


MAS

Tja, es gibt Leute, die klagen gerne. Wir hatten in Bonn mal den Fall, das jemand gegen den Begriff "Anwohner" klagte. Es gibt um die Parkplätze an der Straße. Er bekam recht, und für teures Geld wurden die Schilder geändert und mit dem Begriff "Bewohner" versehen. Der kläger argumentierte, er sei ein Bewohner der Straße, kein Anwohner. Ist ´zwar Quatsch, denn es geht ja um den Parkplatz, und einen Bewohner eines Parkplatzes habe ich noch nicht getroffen. Aber manchmal bekomme auch Kläger recht, die Unsinn fordern.

Sorry, Lars, dass ich mich jetzt in einem von Dir begonnenen Thread geäußert habe! Aber Deine einseitige Polemik kann ich einfach nicht unwidersprochen lassen.

LG, Micha
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

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culture skirt

#160
Hier wird der facepalm erst richtig deutlich https://www.youtube.com/watch?v=6e8vquZG4FM
Selbst das Gericht hat die Anklage einer Tierärztin abgelehnt die eine genderneutrale Bezeichnung für Doktor haben wollte. Rechtsgrundlage war, dass Doktor bzw Doctora aus dem lateinischen kommt und es keine Legitimation gibt, eine tote oder fremde Sprachen weiter zu entwickeln. Opsterix ist weibliche Form für Hebamme, daher ist das Wort Doktor entlehnt von Doktrix und nicht Doctora. Den Vorschlag der richtigerweise genderneutralen Bezeichnung von Doktrix für die weibliche Form von Doktor hat sie dann aber aber vor Gericht verweigert mit den Worten "Das klingt ja wie die minderwertigen Comic Gallier Asterix und Obelix, das will ich auf keinen Fall. Ich wäre als Trägerin der Lächerlichkeit ausgesetzt.".

Tja richtiges Dummvolk heutzutage, was vor Langeweile und Wohlstandüberfluss nicht mehr weiß was sie tun sollen.






culture skirt

Zitat von: MAS am 19.08.2021 22:27
Sorry, Lars, dass ich mich jetzt in einem von Dir begonnenen Thread geäußert habe! Aber Deine einseitige Polemik kann ich einfach nicht unwidersprochen lassen.

LG, Micha
Wo hat Lars einseitige Polemik betrieben? Er hat nur einen Link zu einen Artikel gesetzt. Und dein Beispiel mit dem Parkplatz geht völlig am Kern vorbei.

doppelrock

Im deutschen Sprachraum außerhalb der Staatsgrenze ist Gendern übrigens kein Thema. In Südtirol steht am Laden "Suche Lehrmädchen und Mitarbeiterin". Das trifft die Sache 100%, denn sie suchen eine Mitarbeiterin und ein Lehrmädchen. Keinen Mitarbeiter*in m/W/D.
Da wird die Sprache korrekt angewendet und der Wunsch klar erkennbar ausgedrückt. Sehr gut!

cephalus

Das hat bei uns weniger mit der Anwendung der Sprache, als mit der Gesetzeslage zu tun.
Wenn kein starker sachlicher Grund vorliegt ist eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts (und weiterer Gründe) untersagt.
Nachzulesen im AGG.

MAS

Ja, lieber Cephalus, aber einige wünschen sich eben andere Gesetze, die nicht die Gleichberechtigung, sondern die Diskriminierung fördern.
In diesem südtiroler Laden sollen eben nur Mädchen oder Frauen angestellt werden. Männliche oder diverse Bewerber sind da unerwünscht. In anderen Läden oder Firmen mag es anders herum sein. Und der italienische Gesetzgeber ist anscheinend noch nicht so weit, Arbeitgeber dazu zu verpflichten, die Ausschreibungen an alle Menschen zu richten. Aber ich bin kein Jurist.

LG, Micha
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

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