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Im Rock auf der Arbeit

Begonnen von MAS, 03.11.2022 16:29

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Skirtedman

Das Wichtigste zwischen Micha und mir ist aus meiner Sicht im Moment gesagt.
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch seelisch gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks im Hirn wohl sitzen, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

Skirtedman

#1051
Zitat von: SW Michl am 18.04.2025 12:13
Also, ich muss auch immer erst mal grübeln, wenn du von "nicht-diversen Menschen" schreibst. Jedes Individuum hat eigene Eigenschaften.

Wenn ich - wie du es vorschlägst - den gemeinten Diversitätsaspekt aus dem Thema des Forums ableite, lande ich beim Thema Mode und da sind wir ja wohl sowas von divers!

Wenn der Begriff Diversität in deinem Sprachgebrauch sich überwiegend auf die Genderthematik konzentriert, kannst du nicht davon ausgehen, dass du selbstverständlich verstanden wirst. Der Begriff fällt oft auch in anderen Zusammenhängen.

Der Gebrauch von "nicht-diversen Menschen" hier im Forum ist eine verkürzte Schreibweise für:
"Menschen die sich nicht als divers fühlen / bezeichnen".
Wobei dieses 'divers' bzw. dieses 'Diversität' sich hier im Forum daraus ableitet, dass es eben die Möglichkeit gibt, sich bei einer Geschlechtszuordnung als "divers" einzustufen.

Natürlich liegt es in der Sache des Forums, dass es auch Menschen anzieht, die sich in puncto Geschlechtszugehörigkeit zu den Kurzformen "trans" und "divers" zugehörig fühlen.

Da es besonders Männer trifft, wenn sie den männlichen "Stereotypen" nicht entsprechen, dass sie als "divers" angesehen werden, also wir alle, egal ob wir es sind oder nicht, liegt es in der Natur dieses Forums, dass ohne weitere Erklärung "divers" oder "Diversität" eben sich auf diese geschlechtliche Zuordnung bezieht (ausser es geht aus dem Text-Zusammenhang eindeutig hervor, dass es anders gemeint sein müsste).

Ausserhalb dieses Forums muss es diese Selbstverständlichkeit - kann es nahezu - nicht geben.

Es ist sprachlich richtig, unser abweichendes Kleidungsverhalten als "divers" (andersartig, vielfältig) zu bezeichnen. Aber selbst in der Gesellschaft wird, wenn man uns anspricht, ob man "divers" sei, fast immer wieder diese geschlechtliche Zuordnung gemeint.

Und dabei darf man nicht vergessen, dass im juristischen Sinne "divers" sich nur auf den tatsächlichen Geschlechtseintrag beim Standesamt bezieht.

Ich nehme an, da werden sich die Mütter und Väter der Gesetze lange überlegt haben, welchen Begriff man für diese Bedeutung verwendet, bis man sich auf das Wort Geschlechtszugehörigkeit: "divers" einigen konnte.

In unserer Forums-Community, aber auch weithin ausserhalb, bezieht man sich auf eine selbstdeklarierte Identität, ein Gefühl, weit jenseits des juristischen Begriffs. Auch hier im Forum kann man in seinem Profil seine Geschlechtsidentität mit "divers" angeben.

Und in diesem verbreiterten, aber immer noch auf Geschlechtsidentität verengten Verständnis tritt hier im Forum - aber im entsprechenden Kontext auch weithin ausserhalb - das Wort "divers"  in Erscheinung.

Und mit dieser Bedeutung ist auch "Diversität" in etwa hier in unserem Forum zu verstehen. Und Ableitungen davon, die dann manchmal zu diesen verkürzten Wortgebilden führen wie:
"nicht-diverse Männer"

Es wäre zu mühsam, das immer und immer wieder erneut hier in jedem Satz erneut erklären zu müssen. Dass "divers" und "Diversität" jenseits unseres Forums oder auch innerhalb mit anderen Zusammenhängen anders verstanden werden kann, ist klar.

Deswegen ist die juristische Wortwahl "divers" vielleicht nicht ganz so glücklich und praktikabel. Aber im jeweiligen Zusammenhang doch einigermaßen klar, worauf zumindest der Schwerpunkt liegt, wenn dieser Begriff und Ableitungen davon verwendet werden.







---puh!!!! Jetzt waren da ja doch wieder ganz viel Worte nötig, um dies auszuführen.

Darum bin ich Dir so sehr dankbar, dass Du auch mal wieder den Kern dieses Threads angesprochen hast:

Zitat von: SW Michl am 18.04.2025 12:13

Als Gemüsegärtner arbeite ich viel in gebückter, hockender, kniender Haltung. Den Anblick möchte ich meinen Kolleginnen (ohne Sternchen) ersparen. Sonst wäre ein Rock bei der Arbeit in der Sommerhitze natürlich ideal. Aber alle wissen, wie ich privat rumlaufe.


Da kam mir sofort wieder das Bild vor Augen, das ich gestern mit meinem Händy abfotografiert habe:



P.S.: ganz fallen lassen können wir den theoretischen Aspekt hier im Thread aber noch nicht!
Mein Ziel ist, sich von den Attacken auf Diversität (auch im humanistisch erweiterten Sinne) nicht einschüchtern zu lassen. Denn wir werden hier noch nicht attackiert. Wir leben noch in einem freieren Land, in dem Diversität nicht systematisch bekämpft wird.
Mir geht es darum, alle zu ermutigen, weiterhin zu sich zu stehen und sich die Kleidungsvielfalt zu genehmigen, in allen Lebensbereichen, also auch im Job!!!

Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch seelisch gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks im Hirn wohl sitzen, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

Skirtedman

#1052
Zitat von: GregorM am 16.04.2025 15:40

Lieber Wolfgang,

dass Frauen Hosen tragen, ist seit 50-60 Jahren ,,normal" und überall und von allen anerkannt – ist Tatsache geworden. Deshalb verbietet man natürlich nicht Frauen Hosen zu tragen, und niemand hat die Absicht, es zu tun.

Dass Frauen auch Hosen tragen, ist "normal". (Gewohnheitsrecht)
Dass Frauen zur Kennzeichnung ihrer Weiblichkeit Röcke oder Kleider tragen, ist auch "normal".
Dass Menschen mit Geschlechtsidentität "divers" zu ihrer Kennzeichnung Röcke oder Kleider tragen können, ist auch "normal".
Dass Männer zur Kennzeichnung ihrer Männlichkeit Hosen tragen, ist auch "normal".
Dass Männer auch Röcke oder Kleider tragen, ist nicht "normal".

Dass Frauen Hosen tragen, bevor sie damit anfingen, war auch nicht "normal".

Lasst uns Männer anfangen, Röcke und Kleider zu tragen, damit es "normal" werden kann. (Gewohnheitsrecht)
Lasst uns es einfach tun. Jeder, der es bereits tut. Jeder, der schon immer mal gerne möchte. Du, Du und Du, der Du da still mitliest. Ja, auch Du.

In allen Lebenslagen. Auch bei der Arbeit.
Jetzt!

Der heilsbringende Heiland wird für uns Männer nicht kommen; einer der sagt, zieht Röcke an!
Der heilsbringende Heiland bist Du selbst! Du, ja Du!
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch seelisch gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks im Hirn wohl sitzen, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

doppelrock

Es war ja nicht nur eine Marlene Dietrich, die Frauen in Hosen populär gemacht hat. Sie war sicher eine der ersten und bekanntesten, sicher auch ein positives Vorbild.
Wer aber die Gelegenheit hatte, mit den Großeltern über deren Leben zu unterhalten, speziell in der dunklen Zeit, erfährt, dass sehr viele Frauen in den 40er Jahren "Männerarbeit" zu erledigen hatten, sehr oft harte Schichtarbeit in der Fabrik. Da gab es vor allem zweckmäßige Arbeitshosen und  -jacken. So war die Hose für die Frau schon mal "gesetzt" und zumindest zur Arbeit akzeptiert. Dennoch oder vielleicht gerade wegen der robusten Arbeitskleidung bedeutete Schickmachen für Frauen dann Kleid oder Rock. Gern üppig verziert und aus zarten Stoffen.

Mir fällt nur gerade keine Situation ein, wo es zweckmäßig oder nützlich wäre, wenn Mann Rock oder Kleid trägt. Der Weg zur Gleichberechtigung kann also nur von jedem selbst gegangen werden und die Akzeptanz im Umfeld hängt von Authentizität und Gesamtbild des Rockträgers selbst ab. Was aussieht wie ein Unfall oder Karneval im Hochsommer ruft eher zur Ablehnung auf, ebenso ein durchschnittlich fleißiger Arbeitnehmer, der zu sehr Wert auf Selbstdarstellung und vermeintliche Rechte Wert legt, aber seine Pflichten vergisst und an der Weiterentwicklung nicht teilnimmt.

Vor 100 und auch noch vor 40 Jahren waren junge Frauen allermeist mit Modelmaßen versehen und junge Männer schlank und sportlich, die Rundungen kamen oft erst nach dem 50. Lebensjahr. Ich sehe mir manchmal noch die Urlaubsfotos vom Strand in den 70/80ern an. Fast nur sehr schlanke Menschen, nur wenige sehr kräftige Ausnahmen. Heute ist es eher umgekehrt.
Man kann natürlich irgendwelche selbstgerechten body-shaming Trends kreieren und es chic finden, wenn eine Rolle über den Gürtel hängt, aber ob die Zuschauer die Freude über den Anblick teilen, möchte ich bezweifeln. Was an einer jungen Frau mit Größe 36 stimmig aussieht, tut es nicht an einem Mann, der 3x so alt und 3x so schwer ist, aber 10cm kleiner. Das kann der beste Schneider nicht kaschieren.

Es ist eben alles ein wenig vielschichtiger als es simpel gebaute Seelen gern darstellen.


Peter58Muc

#1054
Zitat von: Skirtedman am 18.04.2025 13:21
Zitat von: GregorM am 16.04.2025 15:40

Lieber Wolfgang,

dass Frauen Hosen tragen, ist seit 50-60 Jahren ,,normal" und überall und von allen anerkannt – ist Tatsache geworden. Deshalb verbietet man natürlich nicht Frauen Hosen zu tragen, und niemand hat die Absicht, es zu tun.

Dass Frauen auch Hosen tragen, ist "normal". (Gewohnheitsrecht)
Dass Frauen zur Kennzeichnung ihrer Weiblichkeit Röcke oder Kleider tragen, ist auch "normal".
Dass Menschen mit Geschlechtsidentität "divers" zu ihrer Kennzeichnung Röcke oder Kleider tragen können, ist auch "normal".
Dass Männer zur Kennzeichnung ihrer Männlichkeit Hosen tragen, ist auch "normal".
Dass Männer auch Röcke oder Kleider tragen, ist nicht "normal".

Dass Frauen Hosen tragen, bevor sie damit anfingen, war auch nicht "normal".

Lasst uns Männer anfangen, Röcke und Kleider zu tragen, damit es "normal" werden kann. (Gewohnheitsrecht)
Lasst uns es einfach tun. Jeder, der es bereits tut. Jeder, der schon immer mal gerne möchte. Du, Du und Du, der Du da still mitliest. Ja, auch Du.

In allen Lebenslagen. Auch bei der Arbeit.
Jetzt!

Der heilsbringende Heiland wird für uns Männer nicht kommen; einer der sagt, zieht Röcke an!
Der heilsbringende Heiland bist Du selbst! Du, ja Du!

Warum ist es dir denn so wahnsinnig wichtig, als Mann im Rock als ,,normal" zu gelten ?
Ich trage nicht so oft Rock wie du, weil es mir immer noch Spass macht, wenn ich Lust darauf habe mich ausserhalb der sogenannten Norm zu bewegen. Würden viele Männer es tun und es wäre alltäglich, würde ich eventuell den Spass daran verlieren.
Auch du würdest dann nicht mehr so oft für deine Röcke, oder Kleider angesprochen und gelobt werden, würde dir denn das nicht fehlen. Dann wärst du nur wieder einer von vielen, ohne dein aussergewöhnliches Erkennungsmerkmal.

LG Peter

MAS

Also gut, lieber Wolfgang, halten wir fest:

Wenn Du von "divers" sprichst, meinst Du "gender-divers".
Wenn ich von "divers" spreche, meine ich "divers".
Wenn Du von "trans" sprichst, meinst Du "transgender".
Wenn ich von "trans" spreche, meine ich "trans", als Präfix von etwas, das jenseits (trans eben) von einer Grenze oder einer Entfernung liegt.

Und wenn mich die Römer fragen, ob ich nicht auch zu denen gehöre, die anders sind, als sie, die Römer, es gerne haben, dann kann ich sagen: "Oh nein, ich bin so wie ihr, anders sind die da drüben." Und damit verleugne ich mein Anderssein, obwohl ich doch anders bin. Oder ich sage: "Ja, ich gehöre zu ihnen". Negative Konsequenzen bringt wohl beides mit sich, aber auf unterschiedliche Weise.

Und lieber Peter,

wir sind doch Mitten im Thema "Im Rock auf der Arbeit".

Und lieber Hajo,

ja, Du hast recht.

LG, Micha
   
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

ACHTUNG! Ich verbiete ausdrücklich, Texte oder Bilder, die ich hier einstelle, ohne meine ausdrückliche Erlaubnis auf andere Seiten zu kopieren!

Walter

Hallo
Was habt ihr für Probleme es gibt Mann und es gibt Frau. Wer Rock oder Hose tragen will soll es machen. Denke da hat Trump recht den dieses Gendern oder Leute in eine Ecke zu drängen muß aufhören das ist ja nicht mehr normal. Oh ja es gibt noch Homosexuelle bzw lesbische sind aber auch noch immer Mann oder Frau

MAS

Zitat von: Walter am 18.04.2025 17:34
Hallo
Was habt ihr für Probleme es gibt Mann und es gibt Frau. Wer Rock oder Hose tragen will soll es machen. Denke da hat Trump recht den dieses Gendern oder Leute in eine Ecke zu drängen muß aufhören das ist ja nicht mehr normal. Oh ja es gibt noch Homosexuelle bzw lesbische sind aber auch noch immer Mann oder Frau

Lieber Walter,

Du vertrittst also ein binäres Genderverständnis. Kannst Du machen. Solange Du es nicht anderen vorschreibst. Aber genau das tut Trump. Und damit hat er nicht recht.

LG, Micha
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

ACHTUNG! Ich verbiete ausdrücklich, Texte oder Bilder, die ich hier einstelle, ohne meine ausdrückliche Erlaubnis auf andere Seiten zu kopieren!

Skirtedman

#1058
Zitat von: Peter58Muc am 18.04.2025 16:49
Warum ist es dir denn so wahnsinnig wichtig, als Mann im Rock als ,,normal" zu gelten ?

Weil eine Frau in Hosen auch als normal gilt.
Weil eine Frau in Rock oder in Kleid auch als "normal" gilt.
Was ist daran schlecht, in der Kleidung, die man trägt, als "normal" gelten zu wollen? So wie bei Frauen eben auch.
Wenn bei Frauen alles als normal gilt, soll das bei Männern auch als "normal" gelten.
Für mich eigentlich der normalste Anspruch der Welt, seit wir Frauen nicht mehr ihre Welt auf "Kinder und Küche" beschränken.


Zitat von: Peter58Muc am 18.04.2025 16:49
Ich trage nicht so oft Rock wie du, weil es mir immer noch Spass macht, wenn ich Lust darauf habe mich ausserhalb der sogenannten Norm zu bewegen. Würden viele Männer es tun und es wäre alltäglich, würde ich eventuell den Spass daran verlieren.

Tut mir leid, Peter, wenn ich mit meinem Anspruch, als "normal" zu gelten, Deinen Interessen im Wege stehe.
Mir ist zudem bewusst, dass manchen nicht im Sinn liegt, Röcke/Kleider die weibliche Symbolkraft zu nehmen, weil sie genau diese Signale verwenden möchten, um Weiblichkeit auszudrücken. So können manche Menschen, die sich mit dem Attribut "trans" oder "divers" identifizieren, eventuell befürchten, ihre Erkennbarkeit zu verlieren. Dass der normale Rock am "normalen" Mann nicht jedem von uns hier im Forum gefällt, kann ich mir vorstellen, ist aber Teilbestandteil dieses Forums.


Zitat von: Peter58Muc am 18.04.2025 16:49
Auch du würdest dann nicht mehr so oft für deine Röcke, oder Kleider angesprochen und gelobt werden, würde dir denn das nicht fehlen. Dann wärst du nur wieder einer von vielen, ohne dein aussergewöhnliches Erkennungsmerkmal.

Würde mir das fehlen? Mitnichten! Ich bin nicht stolz darauf, aussergewöhnlich zu sein.
Ich wäre froh, dass sich einige Geschlechtskameraden (Männer) nicht mehr auf Teufel-komm-raus verbiegen müssten, nur um als "männlich" und "normal" zu gelten. Das wäre für mich eine freie, bessere Welt.
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch seelisch gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks im Hirn wohl sitzen, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

Skirtedman

#1059
Nein, Micha, z.B.:

Zitat von: MAS am 18.04.2025 17:22
Wenn Du von "trans" sprichst, meinst Du "transgender".

Nein, meine ich nicht alleine.
Ich meine auch alles, was sich mit Transidentität, Trans-Mann, Trans-Frau und ähnlichem beschreibt, alles Gruppen, die durchaus auf ihre Weise wahrgenommen und identifiziert werden wollen, einschließlich "transgender".
All dies lässt sich schön in ein Sammelwort "trans" als Eigenschaft zusammenfassen.
Und wenn von "divers" und "trans" in unserem Forums-Zusammenhang gesprochen wird, dann umfasst das (wenn nicht in einem speziellen Zusammenhang anders definiert) alles, was sich nicht im binären Geburtsgeschlechtssystem bewegt.

Binäres Geburtsgeschlechtssystem ist:
- Geburtsmann, der sich als Mann fühlt.
- Geburtsfrau, die sich als Frau fühlt.

Alle anderen sind entweder geschlechts-divers oder trans; "divers" und "trans" ist die kürzeste und schärfeste Umschreibung/Zusammenfassung.
Manche würden auch non-binär sagen, wobei non-binär wiederum zu schwammig ist. "Non-binär" ist nicht griffig genug, für viele noch unverständlicher, und m.M.n. letztlich auch falsch.

Zitat von: MAS am 18.04.2025 17:22
Wenn ich von "trans" spreche, meine ich "trans", als Präfix von etwas, das jenseits (trans eben) von einer Grenze oder einer Entfernung liegt.

Micha, Du kannst Deine Begriffe verwenden wie Du willst.

Du kannst Dich aber auch weiterhin verweigern anzuerkennen, dass es im Austausch mit forumsbezogenen Themen die verkürzte Verwendung der Worte "divers" oder "trans" für Dich verständlich erscheint. Dann werde ich aber nicht mehr auf Deine immergleichen Einwürfe eingehen, weil es einfach zu anstrengend ist, die non-binären Begrifflichkeiten und deren Verkürzungen wieder Dir erklären zu müssen. Dann ist eben ein vernünftiger sachbezogener Austausch mit Dir nicht mehr möglich.
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch seelisch gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks im Hirn wohl sitzen, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

Skirtedman

#1060
Aber an dieser Stelle hast Du Recht:

Zitat von: Peter58Muc am 18.04.2025 16:49
Auch du würdest dann nicht mehr so oft für deine Röcke, oder Kleider angesprochen und gelobt werden, ...

LG Peter

Das wäre der Fall. Klar.

Insbesondere hast Du Recht, dass ich auf das, was da oben genau im Zitat steht,
also auf diese (positiven) Ansprachen und das Lob schon ein klein bisschen stolz bin. (Mir würde es aber nicht fehlen, wenn... siehe Beitrag oben)

Ich bin so ein bisschen stolz, weil es mir zeigt, dass ein Mann nicht Mißachtung und Verstoßung ausgesetzt sein muss, wenn er statt Hose einen Rock trägt.
Mich macht es ein klein wenig stolz, von diesen eher positiven Seiten des männlichen Rocktragens zu berichten. Euch zu berichten, vor allem denen, die sich nicht trauen, im Rock oder Kleid unter die Augen anderer zu treten.

Wenn ich darüber berichte, und nicht selten auch ähnliches ausdrückende Bilder zeige, so will ich allen Zweiflern zeigen, dass es möglich ist, als Mann in Rock oder Kleid ein Leben zu führen.
Man muss nicht Sodom und Gomorrha befürchten, wenn man als Mann einen Rock trägt.
Auf nichts anderes als das, kommt es mir an zu vermitteln.

Ich freue mich über jeden, der diese Erfahrung selber an sich zulassen will.

Und so freue ich mich auch über jeden, der hier im Thread "Im Rock auf der Arbeit" zeigt, das es möglich ist.
Gerade das Thema "Im Rock auf der Arbeit" ist der Bereich, wo die Hürde für uns rock-begeisterten Männern am allergrößten ist, sich seine Freiheit zu nehmen.
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch seelisch gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks im Hirn wohl sitzen, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

SW Michl

Zitat von: Skirtedman am 18.04.2025 19:22

[...]
Und wenn von "divers" und "trans" in unserem Forums-Zusammenhang gesprochen wird, dann umfasst das (wenn nicht in einem speziellen Zusammenhang anders definiert) alles, was sich nicht im binären Geburtsgeschlechtssystem bewegt.
[...]


Hmmm. Vielleicht legt der primäre Forums-Zusammenhang (Rockmode.de) für viele hier eher eine gedankliche Verbindung zu Kleidung als zu irgend einem Geschlechtssystem nahe.  :o

Und in diesem für uns alle vorgegebenem Kontext fühle ich mich divers.

Kleidungsdivers.

:)

doppelrock

#1062
Zitat von: MAS am 18.04.2025 18:07
Zitat von: Walter am 18.04.2025 17:34
Hallo
Was habt ihr für Probleme es gibt Mann und es gibt Frau. Wer Rock oder Hose tragen will soll es machen. Denke da hat Trump recht den dieses Gendern oder Leute in eine Ecke zu drängen muß aufhören das ist ja nicht mehr normal. Oh ja es gibt noch Homosexuelle bzw lesbische sind aber auch noch immer Mann oder Frau

Lieber Walter,

Du vertrittst also ein binäres Genderverständnis. Kannst Du machen. Solange Du es nicht anderen vorschreibst. Aber genau das tut Trump. Und damit hat er nicht recht.

LG, Micha

Na hier geht es ja wieder hoch her. Vielleicht sollte man einfach mal ganz klar unterscheiden zwischen Natur bzw. Biologie, wo es genau 2 Geschlechter gibt, nämlich Mann und Frau, die notwendig zur Arterhaltung sind.
Auf der anderen Seite eine Ideologie, die die Natur ignoriert und etwas Gedachtes über sie stellt. Nach dem Motto: Ein Mann, der sich als Frau fühlt, sei eine Frau. In Wirklichkeit ist es aber ein Mann, der an Geschlechtsdysphorie leidet.

Unabhängig davon, ob Herr Trump das so sieht oder anders bzw. welche Worte man ihm in den Mund legt, um ihn dann für Kontaktschuld bei Gegnern der Gender- und Woke-Ideologie zu nutzen.

Und was kann so verkehrt sein daran, DEI abzulehnen, weil es willkürlich definierte Merkmale vor realen Eigenschaften und Fähigkeiten berücksichtigt und im Kern ungerecht ist?

Ich sehe es positiv, dass diese Welle in Beruf und Gesellschaft wieder abebbt, nachdem sie der Mehrheit der Menschen eher schadet und niemandem tatsächlich nützt. Vor allem nicht den als Vehikel missbrauchten Randgruppen.

Weil es hier ja ursprünglich um Kleidung geht, wünsche ich mir, dass es alle Kleidungsstücke für alle Menschen gibt. Frei von Ideologien, die alles in Schubladen stecken und der Freiheit damit schaden statt sie zu stärken.

MAS

Lieber Wolfgang,

wie großzügig von Dir, mit zuzugestehen, dass ich meine Begriffe verwenden kann, wie ich sie will.

Nun verwende ich den Begriff "Diversität" aber so, wie er hier auch verstanden wird: https://de.wikipedia.org/wiki/Diversit%C3%A4t_(Soziologie)
ZitatDiversität (über englisch diversity von lateinisch diversitas ,,Verschiedenheit, Unterschied; Gegensatz, Widerspruch") bezeichnet ein Konzept der Soziologie und Sozialpsychologie zur Unterscheidung und Anerkennung von Gruppen- und individuellen Merkmalen (analog zur Bezeichnung diversity im englischen Sprachraum). Häufig wird auch die Bezeichnung Vielfalt benutzt. Diversität von Personen – sofern auch rechtlich relevant – wird klassischerweise auf folgenden Ebenen betrachtet: Alter, ethnische Herkunft und Nationalität, Geschlecht und Geschlechtsidentität, körperliche und geistige Fähigkeiten (früher verengt auf das Merkmal ,,Behinderung"), Religion und Weltanschauung, sexuelle Orientierung und Identität sowie soziale Herkunft (so die Charta der Vielfalt).[1] Allerdings ist etwa die soziale Herkunft als Diversitätskriterium nicht überall akzeptiert.[2] Weniger Aufmerksamkeit erhalten eine große Zahl weiterer sozialisationsbedingter und kultureller Unterschiede wie Arbeitsstil, Wahrnehmungsmuster oder Dialekt, welche die kulturelle Vielfalt weiter erhöhen und kontextabhängig ebenfalls Untersuchung und gegebenenfalls soziale Anerkennung benötigen.[3] In diesem soziologischen Framing (englisch nature versus nurture, d. h. Anlage und Umwelt) spielt die individuelle Diversität genetisch vererbter Faktoren eine untergeordnete Rolle zugunsten des Konzepts der kollektiven Identitäten. Eine nicht auf kollektiven Identitäten bzw. kollektivistischen Wertvorstellungen, sondern auf radikalem Individualismus basierendes Gesellschaftsbild, in der jedes Individuum nur seine absolut je eigene Identität besitzt und mit anderen Individuen um Meinungen, Macht und Ressourcen konkurriert, bezeichnet man hingegen als liberal und/oder pluralistisch.

Wenn Du da eine dieser Bedeutungen herausgreifst, weil sie dem Kontext Deines Textes angemessen ist, kannst Du das tun. Aber hilfreich für die Verständlichkeit wäre es, das dann auch zu erklären und zwar eher als dass ich erklären müsste, dass ich den Begriff in seiner weiten, allgemein anerkannten Bedeutung verwende. Das hast Du ja jetzt getan. Danke!

Oder ist Deiner Meinung nach alles in diesem Forum auf Gender ausgerichtet, dass jeder Begriff nur noch in diesem Kontext zu verstehen ist?

Den Begriff "transident", der gerne als Alternative zu "transgender" verwendet wird, kritisiere ich auch in dieser Engführung, weil die Identität eines Menschen nicht nur aus seinem Gender besteht. Wenn ich z.B. meine nationale Identität wechseln würde, könnte man das auch als "transident" bezeichnen.

Aber klar, wenn man sich vorher verabredet, dass man welches Wort auch immer im Laufe eines Gespräches nur in einem ganz engen Sinn verstehen will, kann man das tun. Eine solche Verabredung hat aber meiner Erinnerung nach zwischen uns nicht stattgefunden. Jeder von uns hat viel mehr stillschweigend vorausgesetzt, der andere würde das Wort so verstehen wie er selbst.

Du sprichst also in dieser Unterhaltung nur von Gender. Oder auch von Sex? Das müsstest Du dann aber vielleicht auch sagen, damit ich Dich richtig verstehe.

Ich spreche dagegen auch von der Diversität in Kleidung als Ausdruck individueller Identität, und zwar auch dann, wenn diese Kleidung gängigen Genderstereotypen nicht entspricht, also so wie in dem Beispiel des armen Tropfes in Alabama. Aber nur als Beispiel für Diversitäten, die Trump und Konsorten gerne abschaffen würden. SW Michl hat es erkannt, dass er sich in diesem Sinne durchaus als divers verstehen kann. Ich tue es auch.

Und in diesem Sinne arbeite ich für eine diverse oder eben vielfältige Gesellschaft, oft auch als "bunte Gesellschaft" bezeichnet.

Wobei einer alleine ja gar nicht divers sein kann, sondern nur im Vergleich zu anderen bzw. beide sind dann divers, wo sie nicht gleich sind.

Bei dem Geschlechtseintrag "divers" bedeutet es eigentlich nur, dass sich jemand nicht als eindeutig männlich oder weiblich versteht. Aber da steht ja auch dann drüber "Geschlecht" und nicht z.B. "Nationalität", "Religion" oder "Kleidungsvorlieben". Über unserm Forum steht diese Überschrift nicht. Am ehesten würde die Überschrift "Kleidungsvorlieben" passen, gell?


LG, Micha
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

ACHTUNG! Ich verbiete ausdrücklich, Texte oder Bilder, die ich hier einstelle, ohne meine ausdrückliche Erlaubnis auf andere Seiten zu kopieren!

Skirtedman

#1064
Zitat von: MAS am 18.04.2025 22:14
Lieber Wolfgang,

wie großzügig von Dir, mit zuzugestehen, dass ich meine Begriffe verwenden kann, wie ich sie will.

Micha, noch einmal:
Ich habe Dir es niemals verboten.
Du hast mir aber wiederholt vorgeworfen, ich wolle es Dir verbieten.
Das ist keine Güte von mir, das ist nur eine Richtigstellung dessen, was Du wiederholt verdreht hast.

Und auf alles andere habe ich bereits mehrfach die passenden Aussagen getroffen.

Hier nochmal ein letztes Mal im Ringen um andere erklärende Worte:

Mit einem jedem Beitrag hier in diesem Forum wird die selbstgewählte Geschlechtsbezeichnung mit angegeben.

Wie Du weisst, gibt es Forumsmitglieder, die sich selbst als "divers" beschreiben.

"Divers" als Personenbeschreibung ist auch in der Allgemeingesellschaft in nahezu gleicher Weise angekommen, vor allem, seit in Stellenanzeigen nun immer zu lesen ist "(m/w/d)".

Zudem werden wir Männer in Rock oder Kleid von Aussenstehenden gerne als keine vollen Männer angesehen und insofern auch sehr schnell diesem
"d" zugeordnet, das auch bei Aussenstehenden inzwischen gerne als übergeordnete Kategorie "divers" für alles zwischen bio-m und bio-w angesehen wird.

Insofern ist es naheliegend, dass unsere forumsspezifischen Kleidungsvorlieben mit diesem Identitäts-Divers in Verbindung gebracht werden und nicht mit "kleidungs-divers" oder "begabungs-divers" oder "herkunfts-divers" oder "haarfarben-divers".

Auch sprechen unsere Forumskollegen, die sich mit divers beschreiben, auch ganz selbstverständlich von "divers", den "Diversen" und von "Diversität", ohne dies näher zu spezifizieren, weil es eben in unserem Kontext klar ist, worauf der Bedeutungsschwerpunkt bei einer Verwendung dieser Begriffe bei uns liegt.

Und wir müssen die Kommunikation über solche naheliegenden Bedeutungen nun nicht unnötig erschweren, indem wir immer wieder darauf hinweisen, dass mit diesen Wörtern auch theoretisch etwas ganz anderes gemeint sein könnte.

Natürlich finde ich es schade, dass sich in dem Austausch hierüber zwischen mir und vorwiegend Dir bislang niemand aus eigener Anschauung, d.h. mit eigener Divers-Identifizierung sich geäussert hat. Andererseits kann ich verstehen, dass unsere Verbalschlacht wenig einladend ist, sich darin einzubringen.

Ebenso kann ich auch verstehen, dass jemand, der sich mit "divers" beschreibt, u.U. sich abgeschreckt fühlen kann, wenn ein männlicher Rockträger darauf beharrt, als nicht-divers anerkannt zu werden, gerade in einer wachsenden Bedrohungslage gegenüber der diversen Diversitäten, sorry: gegenüber der vielfältigen Diversitäten (also auch gegenüber der in unserem Kontext naheliegenden Diversität).

Dieses Beharren könnte von sich divers beschreibenden Forumsmitgliedern als diversitätsfeindlich/divers-feindlich gewertet werden, was es aber - zumindest in meinem Falle - absolut nicht ist.

Es ist nur ein Beharren darauf, dass es neben rock-/kleidtragenden Männern mit einer non-binären Identitätszuordnung auch noch rock-/kleidtragende Männer gibt, die sich nicht non-binär beschreiben.

Cis-Männer im Rock wollen mit ihrer Identität ebenso gesellschaftlich wahrgenommen werden wie Divers-Männer im Rock. Das aber ist gesellschaftlich noch nicht so in vergleichbarer Breite angekommen.
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch seelisch gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks im Hirn wohl sitzen, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?