Neuigkeiten:

Für die Registrierung im Forum ist eine gültige Email Adresse erforderlich

Hauptmenü

Dress-Codes in den Firmen

Begonnen von GregorM, 01.07.2023 11:36

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Jean

#30
Ja eine verschwörung gibts immer ;D
Und doppelrock sieht das natürlich und wir sind die ahnungslosen dummen ;)
I will wear tights even if it's 100 degrees outside.
Tights are my safety blanket."
- Zooey Deschanel

Herr Vater

Als Mann auch mal, und im Sommer fast jeden Tag, im Rock (zumeist im Männerrock wie 5.11-Kilt oder Utilikilt) im Büro aufzulaufen, ist einfach das, was mich ausmacht. Meine Kollegen (mwd) haben's nach anfänglich befremdlichen Blicken und hin und wieder Lästerei kapiert. Und gerade jetzt in der (mir zu) warmen Jahreszeit ist so ein luftiger Rock jeder Hose vorzuziehen. Ich möchts nicht mehr missen. Sicher, im Arbeitsvertrag steht was von hellem Hemd (langärmlig!) und dunkler Hose. Das ist dann Arbeitskleidung im Sinne von Zweck- und Schutzkleidung für mich, wenn ich's mal wirklich anziehen muss. Bei sehr konservativen Kunden muss das eben sein, so hin und wieder. Soviel zum sogenannten Dresscode, einem Relikt aus alten Zeiten.

Vor einer Woche hat mir meine Frau so einen Jeanshosenrock hingelegt und gemeint ich soll ihn mal anprobieren, Nun, das Tragegefühl ist ja ganz angenehm, aber die Länge (ca. Mitte Waden) ist nicht so meins. Wir haben uns dann auf knielang (bedeckend) geeinigt. Am Wochenende krieg ich das Teil von der Änderungsschneiderei zurück. dann wollen wir mal sehen, wie es sich trägt. Öfter mal was neues, warum nicht.

Ob das Rocktragen für Männer mal ganz normal sein wird, wage ich zu bezweifeln. Muss auch nicht sein. So können wir eben nicht so schnell im allgemeinen Modesumpf untergehen. Ist ja auch nicht verkehrt.

Weiterhin viel Spaß beim Tragen unkonventioneller Kleidung.

Be free to wear a kilt!

doppelrock

#32
Ach Jean, mach dich nicht kleiner als du bist.
Meinetwegen kannst du auch die Fackeln der Freiheit konsumieren und Fähnchen der Ideologie schwenken. Und alles, was deinen Horizont übersteigt, als Verschwörung bezeichnen.
In deiner Herde ist die Existenz des Wolfes eben eine wirre Verschwörung und der Fleischer ein lieber Mann, der niemals töten würde, weil er der Freund vom Schäfer ist.

@Hajo: Die Schafe fürchten sich das ganze Leben vor dem Wolf, um vom Hirten gefressen zu werden. Wenn du das verstehst, beginnst du, Politik zu verstehen.

@Sebaldus: Lies mal den Beitrag von Hajo. Stichwort "wokeness"  Werdet euch in eurer Truppe erstmal selbst einig... Schade nur, dass die Mitglieder der woken Sekte alles andere als erwacht sind. Kein Sektenmitglied ist erwacht, aber der Glaube daran ist intensiv.
Nicht die Aussagen sind wirr, sondern sie verwirren, weil sie etwas anderes sagen als in dein enges Weltbild passt. Diese Zone rund um deinen Standpunkt mit dem Radius Null.

Demokraten sind die, die unwirksame bis schädliche medizinische Zwangsbehandlungen für alle fordern, Menschen ausgrenzen und verdammen und beleidigen, die Kriegstrommel fleißig rühren, andere Menschen für ihren materiellen Wohlstand ausbeuten? Oder Probleme mit der eigenen Identität als Kult feiern statt aufzuarbeiten und das von den anderen auch fordern? Sehe ich anders. Ich nehme nicht jeden Abend um 20.00h den nächsten Tagesbefehl entgegen.

Im übrigen finde ich es nicht schlimm, mich an die Regeln des Arbeitgebers zu halten, wie es im Vertrag unterschrieben ist. Kleidungsfreiheit lässt sich gut in der Freizeit genießen. Und man muss nicht jede Möglichkeit auf Teufel-komm-raus nutzen. Bei der Arbeit darf man sich auch mal auf die Arbeit konzentrieren.


MAS

Zitat von: Herr Vater am 03.07.2023 20:26
Sicher, im Arbeitsvertrag steht was von hellem Hemd (langärmlig!) und dunkler Hose. Das ist dann Arbeitskleidung im Sinne von Zweck- und Schutzkleidung für mich, wenn ich's mal wirklich anziehen muss. Bei sehr konservativen Kunden muss das eben sein, so hin und wieder. Soviel zum sogenannten Dresscode, einem Relikt aus alten Zeiten.

Aha, die Hose als Schutzkleidung vor konservativen Kunden! ;D

LG, Micha
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

ACHTUNG! Ich verbiete ausdrücklich, Texte oder Bilder, die ich hier einstelle, ohne meine ausdrückliche Erlaubnis auf andere Seiten zu kopieren!

doppelrock

#34
Zitat von: high4all am 03.07.2023 20:13
Der Abgrund für Deutschland lässt grüßen!

Hier heißt es für alle Demokraten Wachsamkeit (wokeness) zu zeigen.

Ich habe sie nicht gewählt, aber ist es nicht eine zugelassene Partei, die sich aktuell in der Opposition befindet?
"Demokraten" sind Leute, die alle Parteien verbieten wollen, die der eigenen undemokratischen Ideologie widersprechen?
Kenne ich anders.
Hier kommt wieder die vorbildliche Moral zum Tragen, die sogar DOPPELT ist.

Interessante Brücke von Dresscode in Firmen zu Verleumdung von legalen Oppositionsparteien, die man einfach nicht verbieten kann und die stärker werden, weil die anderen Parteien sich im Block vom Bürger und Wähler weg bewegen. Würden die sich demokratisch verhalten, bräuchte es keine neuen Parteien...

Mit dem Dresscode ist es da etwas schwerer. Den braucht es nicht nur, weil manche sonst in Jogger und Lumpen erschienen, was aber sicher nicht dem Image entspricht, das der Arbeitgeber darstellen möchte.

OT: Schade, dass viele Beiträge auch nach Tagen nicht sichtbar werden, andere nach kurzer Zeit schon...

culture skirt

Zitat von: high4all am 03.07.2023 20:13
Der Abgrund für Deutschland lässt grüßen!

Hier heißt es für alle Demokraten Wachsamkeit (wokeness) zu zeigen.
Deutschland ist nur formal eine Demokratie.

culture skirt

Zitat von: GregorM am 01.07.2023 11:36
Das habe man aber geändert, sagte die Frau. Nun wolle man mehr Diversität, um dabei auch Bewerber mit zum Beispiel Trans-Hintergrund anziehen zu können.
Gruß
Gregor
Man kann sich auch als Transmensch entsprechend dem Geschlecht konservativ kleiden. Was hat das jetzt mit modischer Diversität zu tun?

ChrisBB

#37
Hallo,

in LinkedIn fand ich gestern einen Thread, der zwar hauptsächlich Nagellack thematisiert, aber eben auch den Rock am Mann im Büro.

Aber lest/kommentiert selbst:
https://www.linkedin.com/news/story/es-ist-okay-wenn-m%C3%A4nner-nagellack-tragen-5688380/

Gruß,
ChrisBB

Skirtedman

#38
Danke, Chris, für den Link.

Den verlinkten Artikel kann ich lesen. Leider muss man wohl angemeldet sein, um die bis dato 157 Kommentare zu lesen oder selbst zu kommentieren.

Drum lass ich hier schnell was los.

Der Satz
Zitat,,Weibliche" Accesoirs sind Frauen vorbehalten und dienen dazu, ihren Geschmack, Style und ihre Persönlichkeit auszudrücken.
ist vermutlich bewusst provokativ formuliert. Doch bringt er mich schnell auf die Barrikaden:

Warum soll es nur Frauen vorbehalten sein, durch Accessoires ihre Persönlichkeit auszudrücken??
Müssen Männer ihre Persönlichkeit runterschlucken? In sich rein fressen? Kein Wunder, wenn sie irgendwann aggressiv werden.

ZitatZurückblickend musste ich feststellen, dass mir von meinen Eltern sehr deutlich gemacht wurde, dass Jungs keine Röcke tragen. Dieses vermeintliche Postulat habe ich im frühen Alter verinnerlicht.

Ja, irgendwie ging das uns allen so. Mehr oder weniger intensiv. Und die Eltern haben vermutlich nur das weitergegeben, was ihnen verinnerlicht wurde.

Aber welchen Sinn hat solch eine Beschränkung? Und wenn es keinen Sinn hätte, so wäre es eben so, wie es ist, wenn da die Frauen sich auch dran halten würden und eben nur das, was eben nicht für Männer vorgesehen ist, anziehen. Machen sie aber nicht. Sie haben in unserem Bereich gewildert. Also dürfen wir das auch bei ihnen tun. Also hat dieses ganze Verinnerlichte definitiv keinen Sinn mehr.

Und Dinge können sich ändern. Frauen haben es geändert. Männer sind jetzt endlich auch dran!

Und dann die alles zusammenfassende Frage im Artikel:
ZitatWie würdet ihr reagieren, wenn ein Kollege von euch eines Tages mit lackierten Fingernägel oder in einem Rock im Büro auftauchen würde?

Wie ich reagieren würde bei Rock, ist klar: ich wäre begeistert!

Bei lackierten Fingernägeln... hm... was mag er wohl damit ausdrücken? Und ich würde jede Menge Schubladen aufziehen, auch sicherlich wieder zumachen, aber ein Fragezeichen würde vor dem Schubladen-Schrank weiterhin schweben.

Muss ich ehrlich zugeben. Und das sogar, obgleich ich inzwischen seit letztem Jahr selber lackierte Nägel habe. Zwar unten nur an den Zehen - die kann ich verstecken, wenn es mir darauf ankommt. Fingernägel kann ich nicht verstecken - das ist aber nicht der einzige Grund, weshalb ich nicht auch noch die Fingernägel lackiert habe. Einer der anderen Gründe: mir gefällt es nicht wirklich. (Frag mich noch mal in 3 Jahren...!)

Und gerade innerhalb des letzten Jahres habe ich immer öfter Männer mit lackierten Fingernägeln gesehen. Mal auffälliger, mal weniger auffällig. Was möchte er ausdrücken - bleibt immer als Frage in meinem Kopf.

Ein Beispiel fällt mir ein. Ein etwa 50-jähriger, der mir stolz seine im Nagelstudio gemachten und verlängerten und auffallend mit sowas wie Tigermuster lackierten Fingernägel gezeigt hat. Was will er damit ausdrücken? Daneben seine Freundin, eher eine ziemlich unscheinbare graue Maus, sehr naturverbunden, eigentlich sehr menschenscheu. Hm.

Aber warum nicht?
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch seelisch gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks im Hirn wohl sitzen, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

cephalus

Leider sehe auch ich die Kommentare nicht.

Was mich stört, ist die Tatsache, dass solche Themen immer mit lbgt* verknüpft werden und anderen Männern solche Interessen nicht zugetraut werden.

Ausserdem, warum muss man immer etwas ausdrücken? Wenn sich mein großer Sohn gelegentlich die Fingernägel lackiert, oder ich einen Rock trage, wollen wir nichts ausdrücken.
Ihm gefällt es und ich finde es schön und bequem mit Rock und selbst wenn er mal nicht rein bequem ist, habe ich einfach Spaß an der Abwechslung.

doppelrock

@ Cephalus: genauso frei und unbefangen möchte ich lackierte Nägel und Rock für Männer auch sehen. Aus meiner Sicht ist es aber eine laute, zuweilen aggressive, kleine Gruppe, die mit der Marke LGB... solche Themen kapert und besetzt, so dass der Zuschauer garnicht anders kann als diese Verbindung zu sehen.
Wenn ich mal wieder andeute, wo Zusammenhänge und Interesse liegen KÖNNEN, kommt gleich wieder einer hervor und brüllt "Trans-Feind" oder "VT" oder anderen Quatsch, ohne registrieren zu wollen, was ich wirklich sage.

Deshalb zum xten Mal: Verbindet die Punkte, recherchiert selbst und ihr entdeckt interessante Zusammenhänge. Genau, lieber MAS, das ist meine politische Gesinnung: Die Leute zum Selbstdenken motivieren statt Befehle konsumieren.

ChrisBB

Hallo,

vorgestern war ich in einem Shop des Herstellers COMAZO (wer die Marke kennt, mag sie). Ich fragte nach Bodies mit Formfaktor. Leider hatten sie nur welche mit Bügeln, und die mag ich nicht. Aber weiterhin hatten sie auch normale Baumwollbodies da.
Es kam am Tresen natürlich die Frage, für wen der Body sein soll. Als ich sagte, für mich, war da ein großes Fragezeichen im Gesicht der Verkäuferin. Daraufhin fing ich die Sache damit ab, dass Männer sehr wohl Bodies tragen können.

Zum Thema Röcke in Firmen: Bei uns gibt es Regeln gegen Harassment, das heißt man darf niemanden beleidigen. Es sollte also niemand mein Rock tragen kommentieren, höchstens loben.

Gruß,
ChrisBB

Skirtedman

Oh, interessante Firmenregel.

Andererseits unterdrückt das eine ehrliche Kommunikation und es gärt im Untergrund. Dann wird eben nach anderen Gründen gesucht, weshalb jemand letztlich doch gemobbt oder irgendwann aus dem Unternehmen ausgeschlossen wird.

Denk- und Redeverbote haben leider auch den Beigeschmack einer gewissen Linientreue an der Fassade. Was dahinter vor sich geht, ist manchmal unangenehmer als wenn man sich kommunikativ ehrlich ausgetauscht hätte.

---

cephalus und doppelrock:

Ihr habt den Punkt angesprochen, den ich oben bei meinen Gedanken aus Versehen ausgelassen hatte.

Ja, diesmal scheint es an der Natur der Sache zu liegen, da sich der Autor wohl offensichtlich selbst als queer definiert.

Sein (ich wiederhole nochmal) :
ZitatZurückblickend musste ich feststellen, dass mir von meinen Eltern sehr deutlich gemacht wurde, dass Jungs keine Röcke tragen. Dieses vermeintliche Postulat habe ich im frühen Alter verinnerlicht.
ist in meinen Augen schon ein richtiger, männerbefreiender Gedanke.

Da er das aber wohl letztlich nur auf queere Männer bezieht, die sich ausdrücken möchten, verfehlt er mit seinem Gedankenanstoß natürlich wieder die cis-maskulinen Männer, die einfach nur mehr Gestaltungsmöglichkeiten haben wollen. Diese strikte Verknüpfung mit LGBTusw von solchen Freiheiten geht mir natürlich auch auf die Nerven. Das gibt dem bloßen Mann ohne Dingens noch immer keinen Deut mehr Freiheit.






Zitat von: cephalus am 05.07.2023 15:03
Ausserdem, warum muss man immer etwas ausdrücken? Wenn sich mein großer Sohn gelegentlich die Fingernägel lackiert, oder ich einen Rock trage, wollen wir nichts ausdrücken.
Ihm gefällt es und ich finde es schön und bequem mit Rock und selbst wenn er mal nicht rein bequem ist, habe ich einfach Spaß an der Abwechslung.

Bei einem Mann fragt man sich das in der Tat immer viel eher als bei einer Frau. Dennoch, wenn Du es einfach nur schön und bequem findest, willst Du ja auch etwas damit ausdrücken. Zum Beispiel, dass Du es schön und bequem findest. Und dass Dir das Schöne und Bequeme wichtiger ist, als dass die Leute sich potentiell das Maul darüber zerreißen könnten.
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch seelisch gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks im Hirn wohl sitzen, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

cephalus

Nicht ganz, Wolfgang.

Ausdrücken wäre auf andere Leute hin gerichtet, mit dem Ziel wahrgenommen zu werden und etwas zu vermitteln, zu bewirken.
Ich trage aber auch wenn mich niemand sieht, gerne einen Rock, in der Regel lieber als eine Hose - schlicht aus genannten Gründen.

Eine ähnliche Sichtweise trifft aber auch ganz gerne Frauen, denen nicht selten unterstellt wird, schöne Dessous oder Makeup für jemanden zu tragen um eine Wirkung zu erzielen. Auch da habe ich schon oft gehört, sie machten es für sich, weil es Spaß machte und sie sich wohl fühlten.

JoHa

Genau! Bei einem Betriebsausflug vor über 20 Jahren kam ich mit einigen Kolleginnen an einem sündhaft tollen Wäschegeschäft vorbei. Zwei Frauen bestätigten, daß sie sich einfach in eleganten Dessous besser fühlten, auch ohne bewundernde Blicke.
Und so geht es mir mit Rock und Strumpf. 

Schnellantwort

Name:
E-Mail:
Verifizierung:
Bitte lasse dieses Feld leer:
Gib nur die Großbuchstaben ein: Mjt3kWP7:
Gib nur die Großbuchstaben ein: FzWFj4Kx:
Shortcuts: mit Alt+S Beitrag schreiben oder Alt+P für Vorschau