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Das bin ich...

Begonnen von Tanja Bravo, 08.12.2023 15:00

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Tanja Bravo

Hallo, ich heiße Tanja. Ich finde Mädchenklamotten einfach toll. Klamotten für Jungs finde ich eher tumb, da fehlt der Modebranche noch das Verständnis. Jetzt könnte ich viel erzählen, dass ich einen Jungskörper habe, aber mich gerne wie ein Mädchen fühle und soweiter tralala. Aber das ist echt ein Spaßkiller und hindern diese ganzen Genderschubladen uns nicht am eigentlichen Leben? Ich tanze total gerne in Röcken und vielleicht kann sich auch in diesem Forum jemand für das Thema Feminine Kleidung / Tanzen / Körperausdruck begeistern? Schönes Wochenende...

Skirtedman

#1
Bravo, Tanja!

Manchen helfen diese Schubladen, sich irgendwie zu identifizieren. Oder andere brauchen sie, um die Welt zumindest halb zu verstehen.

Ich für mich muss keine Schublade basteln, die gibt es schon: Mann. Und tatsächlich: viele ordnen mich da auch richtig ein, obwohl ich kaum noch Kleidung trage, die irgendwie für Männer mal gedacht war. Bei mir am Leib kommt bis auf Ausnahme Unterhose alles aus der Damenabteilung.

Und getanzt habe ich gerade gestern Abend im Rock: im wadenlangen Plisseerock. Welchen Körperausdruck ich aber dabei hatte, müsste ich jemanden fragen, der zugeguckt hat...  ;)
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch seelisch gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks im Hirn wohl sitzen, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

Yoshi

Hallo Tanja,

herzlich willkommen in diesem Forum!

Ich denke auch, dass Genderkategorisierungen zu viel Bedeutung beigemessen werden. Für mich zählt in erster Linie der Mensch, unabhängig von Geschlecht, Religion, Hautfarbe, Nationalität, etc. Ich trage auch sehr gerne Röcke und Nagellack und würde mich auch nicht als den stereotypen Mann bezeichnen. Von meinem Charakter würde ich mich genderqueer verorten, weil es vieles an mir gibt, was als "typisch männlich" und vieles, was als "typisch weiblich" gilt. Prinzipiell verstehe ich mich als Mann, aber ich möchte mich nicht aufgrund meines Genitals in irgendwelche Rollen pressen und mich einschränken lassen. Ich will einfach nur ein freier Mensch und ich selbst sein. Ironischerweise fühle ich mich sogar männlicher, seitdem ich Röcke trage. Manch Außenstehender mag das eher als Ausleben einer "femininen Seite" verstehen, aber das ist nicht meine Interpretation. Nicht weil ich Femininität ablehne, sondern weil ich das als genderübergreifend ansehe.

Fühl dich nicht gezwungen, dich irgendwie positionieren zu müssen, weil die Gesellschaft eine Schublade braucht. Deine Identifikation geht nur dich etwas an und ob du dich als Mann, Frau, Trans oder sonstwas verstehst, kannst letztendlich nur du für dich herausfinden. Deswegen hab Spaß an deiner Mode und tanz in deinen Röcken. Hier im Forum wirst du auch eine ganze Bandbreite an verschiedenen Meinungen von Rockträgern kennenlernen.

Liebe Grüße
Yoshi

Olivier

Hallo Tanja,

herzlich willkommen und viel Spaß beim Tanzen - egal ob in oder außerhalb der Reihe.

LG, Olivier
"The presence of those seeking the truth is infinitely to be preferred to the presence of those who think they've found it." - Terry Pratchett

MAS

Herzlich willkommen, Tanja!

LG, Micha
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

ACHTUNG! Ich verbiete ausdrücklich, Texte oder Bilder, die ich hier einstelle, ohne meine ausdrückliche Erlaubnis auf andere Seiten zu kopieren!

Silkman

Hallo Tanja, herzlich Willkommen  :) 

Du wirst hier auf die verschiedensten Leute, Ansichten und Erfahrungen treffen - schau Dich um und such Dir raus was Dir was sagt...

Ich habe für meine Mitmenschen 3 Schubladen: "Leute die ich mag", "Leute die ich nicht mag" und "weiß noch nich sogenau" - mehr brauchts doch nicht.
Ansonsten bin ich selber in der klassischen Schublade "Mann" zu Hause, auch wenn ich gerne feinere Stoffe aus der Mädelsabteilung trage.

... Und die letzten male getanzt hab ich im bodenlangen Stufenrock ... bei Latin einfach ungesschlagen   :)

Viel Freude hier von
Jürgen

Zitat von: Olivier am 08.12.2023 17:56
herzlich willkommen und viel Spaß beim Tanzen - egal ob in oder außerhalb der Reihe.
LG, Olivier

Danke Olivier, Daumen hoch (für leute wie mich die das hier technisch   nicht hinkriegen ;)

MM

Hallo Tanja,
herzlich willkommen!

Danke, dass du das mit den ,,Genderschubladen" erwähnst, die du nicht willst. Ich kann mich auch nirgendwo richtig einordnen. Und es ist ein toller Gedanke, wenn man das einfach so aufgeben könnte - und jeder kann so sein, wie er*sie auch immer ist. (Und wir brauchen dringend ein geschlechtsneutrales Pronomen im Deutschen!)

Alles Gute!
Michaela

Lars

Zitat von: MM am 06.01.2024 22:51
(Und wir brauchen dringend ein geschlechtsneutrales Pronomen im Deutschen!)

voila: es

Zu diesem Thema gibt es mindestens einen richtig langen Strang hier, mit den seltsamsten Vorschlägen ...

Yoshi

Hmmm... ich glaube es als Pronomen für sich selbst zu nutzen, scheint für viele unglaublich abwertend klingen. Es wird ja auch eher von Gegner benutzt als "Was ist es?", "Ist es ein Mann?" Für mich ist das eindeutig pejorativ konnotiert. Finde ich als Vorschlag auch eher unsensibel und nicht empathisch. Will aber niemanden zu nahe treten, wenn du dich mit es wohl fühlst, nutze ich das natürlich gerne für dich ;)

Lars

Es kam ja nur die Frage nach einem geschlechtsneutralen Pronomen  ;D
Und es klingt allemal besser als das, was hier so vorgeschlagen wurde und auch in der Öffentlichkeit von einigen "Sprachwissenschaftlern" propagiert wurde.

Aber wir schweifen grad vom Thema ab ...

JoHa

Hi, Tanja,
Tanzen im schwingenden Rock, das bringt es.
Fühl dich willkommen und als Bereicherung unseres Kreises!

Skirtedman

Hallo Tanja,

dann auch von mir:
Herzlich Willkommen!

Irgendwie hatte ich in meinem ersten Begrüßungsbeitrag dieses explizite Willkommen vergessen.

Also, sei herzlich willkommen, wenn Du hier mal wieder vorbeischaust. Es ist jetzt genau ein Monat her, als Du Dich hier registriert hast, bist aber nach wenigen Minuten wieder fort gewesen, so dass Du noch keine einzige Antwort von uns lesen konntest.

Also, bei Deinem nächsten Besuch lesen wir gerne wieder was von Dir!

Gruß
Wolfgang
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch seelisch gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks im Hirn wohl sitzen, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

Experimental

Zitat von: Yoshi am 07.01.2024 15:06
Hmmm... ich glaube es als Pronomen für sich selbst zu nutzen, scheint für viele unglaublich abwertend klingen. Es wird ja auch eher von Gegner benutzt als "Was ist es?", "Ist es ein Mann?" Für mich ist das eindeutig pejorativ konnotiert. Finde ich als Vorschlag auch eher unsensibel und nicht empathisch. Will aber niemanden zu nahe treten, wenn du dich mit es wohl fühlst, nutze ich das natürlich gerne für dich ;)

Manchmal hilft es in solchen Fällen wenn man sich das zu Eigen macht. So würde man dem Ganze das negative nehmen und demjenigen den Wind aus den Segeln nehmen, der es im negativen Sinne verwenden möchte.

Yoshi

Zitat von: Experimental am 08.01.2024 07:34
Manchmal hilft es in solchen Fällen wenn man sich das zu Eigen macht. So würde man dem Ganze das negative nehmen und demjenigen den Wind aus den Segeln nehmen, der es im negativen Sinne verwenden möchte.

Das stimmt. Dafür gibt es ja bekannte Beispiele wie die Wörter "schwul" oder "Atheist".

ChrisBB

Hi,
im saarländischen Dialekt ist "es" das Pronomen für die Frau.
Nur so als Randbemerkung...

Gruß,
ChrisBB