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Gender-Neusprech

Begonnen von Lars, 26.04.2021 10:24

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Gotti

Hallo lieber Wolfgang

Auch wenn wir uns noch nicht persönlich kennen so schätze ich Deine Beiträge sehr - auch deswegen weil Du Dir sehr viel Mühe gibst die Dinge aus Deiner Sicht darzustellen. Ich selbst neige dazu die Dinge auf einfache wenige Punkte runterzubrechen. Damit im Forum meine Gedanken von Dir und von Anderen verstanden werden können sei erwähnt das ich in mindestens zweifacher Hinsicht einer Minderheit angehöre. Eben einmal in meiner Eigenschaft als Fan weiblicher Kleidung und darüber hinaus als Mensch mit einer 70%igen Schwerbehinderung die man mir beim Gehen deutlich ansieht. Und bei dem 2. Punkt weiß ich schon wie es sich anfühlen kann einer Minderheit anzugehören. Dabei stellen sich für mich in Anbetracht Deines Textes ein paar Fragen:

1. Muss eine Minderheit in einer speziellen Sprache angesprochen werden damit sie sich ernstgenommen und angesprochen fühlt? Da würde ich aus meiner Sicht ein klares NEIN setzen von dem ich auch nicht abweichen werde. Das Schlüsselwort heißt Integration was für mich das Braten von Extrawürsten wie der Gendersprache ausschliesst.

2. Aus meiner Sicht nehme ich doch keiner Minderheit ihre Daseinsberechtigung nur weil ich mich bis zu meinem Lebensende weigern werde Gender Thema für mich auch nur ansatzweise ernst zu nehmen und umzusetzen. Im Gegenteil - ich bin ein Fan von Leben und leben lassen. Es soll doch jeder Mensch die Freiheit haben sich auszuleben. Ich habe kein Problem mit Menschen die L-Q Community. Also wo sollte ich einem Menschen welcher Zugehörigkeit auch immer seine Individualität nehmen nur weil ich mich weigere mich der Gender Sprache zu bedienen?

3. Und zum Thema Solidarität mit anderen Menschen so ist das ein Punkt der für mich nicht einfach ist. Schon alleine deswegen weil es verschiedene Gruppierungen von Menschen gibt mit denen ich mich weder solidarisch fühlen will noch kann. Dabei denke ich in erster Linie in politische Gruppen wie Reichsbürger, Linksextreme oder Rechtsextreme. Das sind Menschen mit denen ich nichts gemein habe und dabei belasse ich es auch gerne. Solidarität mit schwachen Menschen? Ja und Jederzeit aber dazu müssen diese auch integrationswillig sein und an der Stelle schließt es die Anwendung einer gendergerechten Sprache für mich aus. Da spielt es auch für mich keine Rolle ob wir hier von Migranten oder anderen Gruppierungen mit einer besonderen Orientierung oder Identität reden - wer hier in diesem unseren Lande anerkannt sein will, der sollte bereit sein sich zu integrieren ohne dabei irgendwelche Erwartungen an Extrawürste welcher Art auch immer für sich beanspruchen zu wollen. Das würde der Überhöhung einer Minderheit gleich kommen die ich für mich persönlich und auch sonst ablehne.

JoHa

Der Schwanz sollte nicht mit dem Hund wedeln.
Doch Minderheiten müssen bei uns, leider, laut werden, weil sie sonst im üblichen Krawall nicht gehört werden.
Was dabei vergessen wird, ist, gehört werden heißt Beginn eines Dialogs, nicht Sieg auf der ganzen Linie.
Ich lächle über Genderei, setze mich für faire Bezahlung und Lebensbedingungen ein und hoffe, die Pfauen und Krampfhennen machen die kleinen Schritte zum Erfolg nicht zunichte.


Gotti

Zitat von: sebaldus am 16.01.2024 20:39
https://www.geschlechtergerechtesprache.de/


Ist lachen erlaubt? Sowas kann ich kaum ernst nehmen. Soll Jeder machen wie er/sie/es will. Mehr gendern wird von mir nie geben.

MAS

Zitat von: Gotti am 16.01.2024 21:50
Zitat von: sebaldus am 16.01.2024 20:39
https://www.geschlechtergerechtesprache.de/


Ist lachen erlaubt? Sowas kann ich kaum ernst nehmen. Soll Jeder machen wie er/sie/es will. Mehr gendern wird von mir nie geben.

Bayern hat jetzt glaube ich wieder das Umgekehrte befohlen für staatliche Stellen. Söder ist ja doch im Grunde Populist, um an der Macht zu bleiben. Aber immer noch besser als noch rechtere Parteien!


Gruß, Micha

Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

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