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Gender-Neusprech

Begonnen von Lars, 26.04.2021 10:24

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Lemon787

#210
Ich denk mal jetzt ganz frei und sage Gendern wird keine Zukunft haben, rein aus der Politik raus werden Europaweit immer mehr Mitte - Rechts Regierungen gewählt.  ;)



MAS

Zitat von: Lemon787 am 16.01.2024 15:28
Ich denk mal jetzt ganz frei und sage Gendern wird keine Zukunft haben, rein aus der Politik raus werden Europaweit immer mehr Mitte - Rechts Regierungen gewählt.  ;)

Und was verstehst Du jetzt unter "Gendern"? Die ursprüngliche Bedeutung oder die Umgangssprachliche?

Und ja, vor dieser Rechts-Bewegung habe ich große Angst. Sie bringt Hass und Hetze und letztlich vielleicht Krieg und Terror. Hatten wir alles schon und haben wir derzeit in manchen Ländern.

Gruß, Micha
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

ACHTUNG! Ich verbiete ausdrücklich, Texte oder Bilder, die ich hier einstelle, ohne meine ausdrückliche Erlaubnis auf andere Seiten zu kopieren!

Gotti

Hallo lieber Wolfgang

Auch wenn wir uns noch nicht persönlich kennen so schätze ich Deine Beiträge sehr - auch deswegen weil Du Dir sehr viel Mühe gibst die Dinge aus Deiner Sicht darzustellen. Ich selbst neige dazu die Dinge auf einfache wenige Punkte runterzubrechen. Damit im Forum meine Gedanken von Dir und von Anderen verstanden werden können sei erwähnt das ich in mindestens zweifacher Hinsicht einer Minderheit angehöre. Eben einmal in meiner Eigenschaft als Fan weiblicher Kleidung und darüber hinaus als Mensch mit einer 70%igen Schwerbehinderung die man mir beim Gehen deutlich ansieht. Und bei dem 2. Punkt weiß ich schon wie es sich anfühlen kann einer Minderheit anzugehören. Dabei stellen sich für mich in Anbetracht Deines Textes ein paar Fragen:

1. Muss eine Minderheit in einer speziellen Sprache angesprochen werden damit sie sich ernstgenommen und angesprochen fühlt? Da würde ich aus meiner Sicht ein klares NEIN setzen von dem ich auch nicht abweichen werde. Das Schlüsselwort heißt Integration was für mich das Braten von Extrawürsten wie der Gendersprache ausschliesst.

2. Aus meiner Sicht nehme ich doch keiner Minderheit ihre Daseinsberechtigung nur weil ich mich bis zu meinem Lebensende weigern werde Gender Thema für mich auch nur ansatzweise ernst zu nehmen und umzusetzen. Im Gegenteil - ich bin ein Fan von Leben und leben lassen. Es soll doch jeder Mensch die Freiheit haben sich auszuleben. Ich habe kein Problem mit Menschen die L-Q Community. Also wo sollte ich einem Menschen welcher Zugehörigkeit auch immer seine Individualität nehmen nur weil ich mich weigere mich der Gender Sprache zu bedienen?

3. Und zum Thema Solidarität mit anderen Menschen so ist das ein Punkt der für mich nicht einfach ist. Schon alleine deswegen weil es verschiedene Gruppierungen von Menschen gibt mit denen ich mich weder solidarisch fühlen will noch kann. Dabei denke ich in erster Linie in politische Gruppen wie Reichsbürger, Linksextreme oder Rechtsextreme. Das sind Menschen mit denen ich nichts gemein habe und dabei belasse ich es auch gerne. Solidarität mit schwachen Menschen? Ja und Jederzeit aber dazu müssen diese auch integrationswillig sein und an der Stelle schließt es die Anwendung einer gendergerechten Sprache für mich aus. Da spielt es auch für mich keine Rolle ob wir hier von Migranten oder anderen Gruppierungen mit einer besonderen Orientierung oder Identität reden - wer hier in diesem unseren Lande anerkannt sein will, der sollte bereit sein sich zu integrieren ohne dabei irgendwelche Erwartungen an Extrawürste welcher Art auch immer für sich beanspruchen zu wollen. Das würde der Überhöhung einer Minderheit gleich kommen die ich für mich persönlich und auch sonst ablehne.

doppelrock

#213
Zitat von: Yoshi am 16.01.2024 10:28
Zitat von: doppelrock am 16.01.2024 06:13
Der einzige Vorteil der Sprachverhunzungist: Man erkennt sofort, aus welchem Milieu der Anwender kommt  und weiß, dass sich in den meisten Fällen eine Diskussion auf Sachebene nicht ergibt, weil Ideologie über Fakten steht.

Die fehlende Sachebene ergibt sich auch aus dem Umstand, dass du sie meist selbst als Erster verlässt und dich oft polemisch und denunziantisch äußerst. Wenn du am sachlichen Argumentenaustausch interessiert bist, wäre es angebracht, wenn du an deinem Kommunikationsstil arbeitest. Solch aggressiven und degradierenden Duktus erachte ich viel mehr als "Sprachverhunzung" und ideologisch überhöht.

Google sagt: Per Definition versteht man unter einem*einer Denunziant*in eine Person, die aus persönlichen, niederen Beweggründen – zum Beispiel, um einen persönlichen Vorteil zu erlangen – eine andere Person anzeigt.

Und ich sage, dass ich Ideologie als Ideologie benenne und religiösen Eifer als religiösen Eifer. Politisch korrekt andere Wörter benutzen wäre Lügen.

[
Zitat von: high4all am 16.01.2024 09:58
Und ich bin klar für das Gendern. Dafür lasse ich mich gerne als Gender-Ideologen und Gutmenschen beschimpfen. Oder auch als Grüner. Denn die sind bekanntlich an allem schuld.

Es ist ja auch eine Frechheit, wenn Minderheiten gesehen werden wollen und damit an der Mehrheitskomfortzone rütteln könnten. Warum wollen die sich denn nicht mehr alles gefallen lassen? Früher war das nicht so!

Wer sagt so einen Blödsinn? Wer in der Regierung sitzt, muss sich natürlich für Taten und Entscheidungen der Regierungskoalition verantworten. Oder macht neuerdings die Opposition die Gesetze? Dann hab ich was verpasst.
Solange du dich nicht als Christ bezeichnest, im Sinne von Jesus Christus, passt das schon.  Denn das wäre wirklich weit hergeholt. Selbst in Orwells Neusprech geht das kaum zusammen. Besonders deutlich hat das für mich die Zeit der Ausgrenzung in den letzten 4 Jahren gemacht. Jesus hat keine Menschen verstoßen, sondern sie zu sich geholt und in die Gesellschaft aufgenommen.

Komisch, als du der Mehrheit gefolgt bist, die letzten Jahre, da war es unverschämt, als vom Mainstream abweichender deutlich seinen Standpunkt zu vertreten. Klingt jetzt eher nach Doppelmoral. Auch unchristlich, sowas.

Anscheinend sind manche Menschen hypnotisiert, so dass sie nicht erkennen, dass die Gender-Ideologen garnicht an den Rechten von Transmenschen oder Homosexuellen interessiert sind. Kritik an der Organisation wird reflexartig mit Kritik an den Menschen gleichgesetzt. Viele der Menschen fühlen sich als Bauernopfer und wollen garnicht vertreten werden. Vorher waren sie akzeptiert und es ging ihnen besser, als sie nicht ständig in den Vordergrung geschoben wurden. Aber dafür müsste man sie fragen.


JoHa

Der Schwanz sollte nicht mit dem Hund wedeln.
Doch Minderheiten müssen bei uns, leider, laut werden, weil sie sonst im üblichen Krawall nicht gehört werden.
Was dabei vergessen wird, ist, gehört werden heißt Beginn eines Dialogs, nicht Sieg auf der ganzen Linie.
Ich lächle über Genderei, setze mich für faire Bezahlung und Lebensbedingungen ein und hoffe, die Pfauen und Krampfhennen machen die kleinen Schritte zum Erfolg nicht zunichte.


Gotti

Zitat von: sebaldus am 16.01.2024 20:39
https://www.geschlechtergerechtesprache.de/


Ist lachen erlaubt? Sowas kann ich kaum ernst nehmen. Soll Jeder machen wie er/sie/es will. Mehr gendern wird von mir nie geben.

MAS

Zitat von: Gotti am 16.01.2024 21:50
Zitat von: sebaldus am 16.01.2024 20:39
https://www.geschlechtergerechtesprache.de/


Ist lachen erlaubt? Sowas kann ich kaum ernst nehmen. Soll Jeder machen wie er/sie/es will. Mehr gendern wird von mir nie geben.

Bayern hat jetzt glaube ich wieder das Umgekehrte befohlen für staatliche Stellen. Söder ist ja doch im Grunde Populist, um an der Macht zu bleiben. Aber immer noch besser als noch rechtere Parteien!


Gruß, Micha

Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

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