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Im Rock auf der Arbeit

Begonnen von MAS, 03.11.2022 16:29

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MAS

Zitat von: hirti am 17.07.2025 07:16
In der Tat - praktisch geht anders, als mit diesem Rock.
Diese vorne hoch geschlitzten Jeansröcke sind seit 2 oder 3 Jahren in Mode. Als der Trend ziemlich neu war, habe ich mir dieses Exemplar gekauft und finde es eigentlich ganz cool.
Aber bequem ist er nicht wenn man gerade unter Beobachtung steht - die Beine sind zwar verborgen, aber vorne ist er mindestens genau so gefährlich für Einblicke wie ein Minirock der auf Mitte der Oberschenkel endet.
Einzige Lösung: Beine übereinander schlagen. Das sieht dann wieder recht schick aus, finde ich. Bei mir geht das mit der Bequemlichkeit, weil ich nicht permanent mit jemandem zusammensitze wo ich auf die Beinstellung achten muss.

Das Thema mit hinhocken und hinsetzen ist übrigens ein eher sprachliches.
Bei uns sagen manche Leute "I huck mi hi" und andere "I sitz mi hi"... und meinen das Gleiche.

Ich habe meinen vor über 20 Jahren gekauft.

Aber ich empfinde es sonst ähnlich wie Du, Hirti.

LG, Micha
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

ACHTUNG! Ich verbiete ausdrücklich, Texte oder Bilder, die ich hier einstelle, ohne meine ausdrückliche Erlaubnis auf andere Seiten zu kopieren!

hirti

Zitat von: MAS am 17.07.2025 10:13
Lieber Hirti,
sag doch mal bitte was zu Deiner Firma. Welche Art von Unternehmen ist das. Ich frage, weil hier im Thread ja auch behauptet wird, bei Unternehmen in der freien Wirtschaft sei das Rocktragen nicht so möglich wie in Universitäten.

Das will ich gerne beantworten und über meine Arbeitsstätte erzählen.

Ich arbeite in einem IT Dienstleistungs Unternehmen, das mit 900 Mitarbeitern hauptsächlich im DACH-Raum agiert, wovon etwa 180 hier in Österreich sitzen.
Wir versorgen verschiedenste Kunden vom Ein-Mann Konstruktionsbüro bis zum Milliardenkonzern mit Hardware, Infrastruktur, kaufmännischer und technischer Software.

Mein Bereich ist die Fertigungssoftware, wo ich als Teamleiter für ein halbes Dutzend Mitarbeiter verantwortlich bin.

Wir haben eine offene, zwanglose Unternehmenskultur, wo man mit jedem der 900 Mitarbeiter bis hin zum CEO "per du" ist. Das sollte nicht mit Nachlässigkeit verwechselt werden - unsere Eigentümer sind börsennotiert und damit werden Leistung und Ergebnisse natürlich nachgefragt.
Einen Dresscode gibt es in unserem Unternehmen zum Glück nicht. Man kommt in der Regel so ins Büro wie man sich wohl fühlt - bei Kundenkontakt ist man etwas förmlicher angezogen, ansonsten etwas weniger.

Ich selber handhabe das so, dass ich mich bei geplanten Kundenterminen auch "ganz normal" kleide. Bin ich auswärts, dann habe ich üblicherweise in der Fertigung mit Schmutz und Gefahren zu tun und bin in der Regel mit Polo oder Hemd, Jeans und den Stahlkappenschuhen unterwegs.
Im Büro lebe ich nach dem Motto "my home is my castle" und trage meine ausgefallenen Outfits mit viel Freude und Selbstvertrauen. Bei einem ungeplanten Kundentermin ist es eben so dass mich mein Ansprechpartner im Rock oder Kleid erlebt. Darum lege ich aber auch sehr viel Wert darauf dass meine Outfits gepflegt, hochwertig und gut passend sind.

Ob mir das immer gelingt?
Nana... ihr kennt ja meine Bilder nach dem Motto "wer nicht wagt der nicht gewinnt"... aber ich geb' mir Mühe!

MAS

Danke, lieber Hirti! Si habe ich Deine Antwort auch erwartet. Die Unternehmenskultur hängt ja von den Menschen ab, die im Unternehmen das Sagen haben. Und die richten sich auch oft weiter nach anderen Leuten, wie der Kundschaft, den Investor:innen usw.

Was Du hier deutlich sagst: Es ist möglich in einem technisch-wirtschaftlichen Unternehmen, das keine Lehr- oder Forschungseinrichtung und keine Behörde ist, ohne Dresscode zu arbeiten. Das heißt, dass die Firmen, die einen Dresscode verlangen, dass nicht unbedingt auch müssten. Sie tun es auch eigenen Erwägungen und Entscheidungen, so wie Deine Firma sich dagegen entschieden hat. Hauptsache, die Arbeit läuft gut, und das tut sie wohl am ehesten, wenn die Mitarbeitenden sich bei der Arbeit wohlfühlen. Das ist dann nicht anders als in unserer Uni.

LG, Micha
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cephalus

#1128
Hallo Hirti,
dein Outfit von der Tankstelle gefällt mir sehr gut, und ich empfinde es absolut männertauchlich.
Ich würde es jeder Zeit auch so tragen, bis auf eine kleine Ausnahme:

Die Handtasche.  :o

Für mein Empfinden gibt die dem Ganzen einen Schubbs gewaltigen Fußtritt ins Feminine.
Gut, ich bin vermutlich komisch, für mich ist manches Hosenoutfit mit Handtasche femininer, als manches Kleid alleine.
Das soll jetzt nicht heißen, dass sie nicht vorzüglich dazu passt, aber für mich verschiebt sie die Aussage.

GregorM

Zitat von: cephalus am 18.07.2025 09:36

Für mein Empfinden gibt die dem Ganzen einen Schubbs gewaltigen Fußtritt ins Feminine.

Ich bin derselber Meinung. Eine Schulter-/Umhängetasche wäre nicht nur sehr viel männlicher, sondern auch praktischer.
Gruß
Gregor

Skirtedman

 ;D ;D ;D
Das mit der Handtasche ist mir auch sehr ins Auge gefallen.
Hatte ich bei meinem Kommentar aber nicht weiter thematisiert.  :D
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch seelisch gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks im Hirn wohl sitzen, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

MAS

#1131
Ja ja, so ist dem einen die Handtasche zu weiblich, dem anderen das Kleid!

Dass uns mehrheitlich das Kleid nicht zu weiblich vorkommt, kann sicher so mancher Zeitgenosse nicht verstehen. So haben wir uns und unsere Sichtweisen eben entwickelt.
Bezüglich der Handtasche kann die Entwicklung ähnlich vor sich gehen. Noch sind wir vielleicht nicht so weit, mit Betonung auf "noch".

Es ist aber auch möglich, dass wir ein Kleidungstück, eine Tasche usw. nicht wählen, obwohl, sondern weil sie feminin wirkt.

Ein weiterer Entwicklungsschritt wird vielleicht sein, dass wir gar nicht mehr nach Männlichkeit oder Weiblichkeit in Bezug auf Kleidung und anderen Gegenständen, wie Taschen, fragen, weil es keine Bedeutung mehr für uns hat. 

Wie auch immer werden diese Entwicklungen nicht bei allen in gleicher Geschwindigkeit und noch nicht mal bei allen in die selbe Richtung vor sich gehen. Jede Entwicklung wird auch Gegenbewegungen provozieren. Den einen geht es zu schnell, den anderen nicht schnell genug, wieder anderen total in die falsche Richtung und wer Glück hat, ist zufrieden mit Richtung und Geschwindigkeit.

LG, Micha
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GregorM

Zitat von: MAS am 18.07.2025 13:35
Jede Entwicklung wird auch Gegenbewegungen provozieren. Den einen geht es zu schnell, den anderen nicht schnell genug, wieder anderen total in die falsche Richtung und wer Glück hat, ist zufrieden mit Richtung und Geschwindigkeit.

Gegenbewegungen sehen wir schon in den klaren Anti-Woke-Strömungen in den USA ausgedrückt, und die sich auch nach Europa verbreiten können.
Gruß
Gregor

MAS

Zitat von: GregorM am 18.07.2025 13:52
Zitat von: MAS am 18.07.2025 13:35
Jede Entwicklung wird auch Gegenbewegungen provozieren. Den einen geht es zu schnell, den anderen nicht schnell genug, wieder anderen total in die falsche Richtung und wer Glück hat, ist zufrieden mit Richtung und Geschwindigkeit.

Gegenbewegungen sehen wir schon in den klaren Anti-Woke-Strömungen in den USA ausgedrückt, und die sich auch nach Europa verbreiten können.

Oh ja. Reaktionär bis zum Gehtnichtmehr.

LG, Micha
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ACHTUNG! Ich verbiete ausdrücklich, Texte oder Bilder, die ich hier einstelle, ohne meine ausdrückliche Erlaubnis auf andere Seiten zu kopieren!

cephalus

Zitat von: MAS am 18.07.2025 13:35
Ja ja, so ist dem einen die Handtasche zu weiblich, dem anderen das Kleid!

Äh, nein,  Micha!

"Zu" wäre für mich eine (Ab)wertung.
Weiblich oder feminin ist eine Stilaussage die jedermann nach eigenem Geschmack und Gutdünken nutzen kann, unabhängig von anderen Faktoren.
Einfach Geschmackssache.

hirti

Oh... die Handtasche...
Nun dürft ihr raten, ob mir die ,,passiert" ist, oder ob ich diese Möglichkeit bewusst genutzt habe, um das Outfit noch ein wenig in weibliche zu schubsen...

Ich habe mir diese Tasche vor einer Weile gegönnt. Ich wollte schon lange eine richtig edle Tasche aus feinem Leder und habe dieses schöne Exemplar von Aigner gefunden. Die Farbe ist etwas speziell und damit nicht so leicht zu kombinieren.
Bisweilen nutze ich sie auch , um einem ganz normalen Herren Outfit einen femininen Farbtupfer zu geben und trage sie auch einfach zu Jeans und Hemd.


MAS

Zitat von: cephalus am 18.07.2025 14:14
Zitat von: MAS am 18.07.2025 13:35
Ja ja, so ist dem einen die Handtasche zu weiblich, dem anderen das Kleid!

Äh, nein,  Micha!

"Zu" wäre für mich eine (Ab)wertung.
Weiblich oder feminin ist eine Stilaussage die jedermann nach eigenem Geschmack und Gutdünken nutzen kann, unabhängig von anderen Faktoren.
Einfach Geschmackssache.

D'accord, lieber Wolfgang, was uns betrifft.

LG, Micha
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MAS

Zitat von: hirti am 18.07.2025 22:36
Oh... die Handtasche...
Nun dürft ihr raten, ob mir die ,,passiert" ist, oder ob ich diese Möglichkeit bewusst genutzt habe, um das Outfit noch ein wenig in weibliche zu schubsen...

Ich habe mir diese Tasche vor einer Weile gegönnt. Ich wollte schon lange eine richtig edle Tasche aus feinem Leder und habe dieses schöne Exemplar von Aigner gefunden. Die Farbe ist etwas speziell und damit nicht so leicht zu kombinieren.
Bisweilen nutze ich sie auch , um einem ganz normalen Herren Outfit einen femininen Farbtupfer zu geben und trage sie auch einfach zu Jeans und Hemd.

Klar, tu es, wie es Dir behagt.

LG, Micha
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xtramper:in

Moin,

ich bekenne mich auch zur Handtasche......
Allerdings Klassisch, Schwarz, Nappaleder, Riemen für das "über der Schulter" tragen.

Diese Handtasche habe ich Ende 2023 gekauft, aus pragmatischen Gründen.
Es wird immer mehr was mitgenommen werden will, Papiere, Brillenetui´s, Notizbuch, Schlüsselbund etc.

Meine Frau hat aus den gleichen Gründen ihre Ablehnung gegenüber Handtaschen ein Jahr zuvor aufgegeben
und als ich mal wieder darum bat, daß sie meine Utensilien auch mit einsteckt,
gab es DEN Kommentar: " kauf Dir doch auch eine Handtasche"...... GESAGT GETAN.

Jetzt also im "Rundum" Outfit Polohemd - Jeansrock - Handtasche gemeinsam mit meiner Frau unterwegs
Ich bin jetzt in dem Alter, in dem das Ende der Wehrpflicht für Männer im Spannungs- und Verteidigungsfall eintritt.
Hurra Hurra Hurra

MAS

Zitat von: MAS am 19.07.2025 00:03
Zitat von: cephalus am 18.07.2025 14:14
Zitat von: MAS am 18.07.2025 13:35
Ja ja, so ist dem einen die Handtasche zu weiblich, dem anderen das Kleid!

Äh, nein,  Micha!

"Zu" wäre für mich eine (Ab)wertung.
Weiblich oder feminin ist eine Stilaussage die jedermann nach eigenem Geschmack und Gutdünken nutzen kann, unabhängig von anderen Faktoren.
Einfach Geschmackssache.

D'accord, lieber Wolfgang, was uns betrifft.

LG, Micha

Ich meinte:
D'accord, lieber Cephalus, was uns betrifft.

LG, Micha


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