Neuigkeiten:

Für die Registrierung im Forum ist eine gültige Email Adresse erforderlich

Hauptmenü

Interreligiöser Dialog

Begonnen von MAS, 03.01.2015 15:41

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

MAS

Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

ACHTUNG! Ich verbiete ausdrücklich, Texte oder Bilder, die ich hier einstelle, ohne meine ausdrückliche Erlaubnis auf andere Seiten zu kopieren!

doppelrock

Irgendwie enthält der Rundbrief ziemlich viel woken Lifestyle, aber wenig Konkretes oder Greifbares.

Wie wäre es, stattdessen mal das Zusammenleben diverser Religionen in einer gemeinsamen Gesellschaft, in einem Staat zu beschreiben?
Anfang könnte Rumänien sein, wo orthodoxe und muslimische Menschen sich vertragen und viele Gemeinsamkeiten haben.
Wo es Dinge wie einen vegetarischen Wochentag gibt, gelebt nach Bibeltexten, nicht nach Mode oder Anweisung einer Politik.

Ich glaube, dass es aus vielen Ländern interessante interreligiöse Dialoge gibt, wo verschiedene Gruppen aktiv miteinander auskommen und wo nicht nur einer was über andere schreibt.

Ich würde mich freuen, darüber zu lesen.

Gruß
doppelrock

Yoshi

#722
Lieber Micha,

als Erzieher komme ich tagtäglich mit dem Regenbogen in Berührung, insbesondere kleine Mädchen tragen ihn auf der Kleidung oder malen ihn gerne, aber auch bei vielen Jungen ist er sehr beliebt. Die meisten Kinder nennen "Regenbogenfarben" sogar als ihre Lieblingsfarbe. Viele Kindergärten haben den Regenbogen als Teil ihres Logos und deuten ihn als Zeichen der Diversität, was als eine der Grundsäulen in der Pädagogik gilt und Diversität/Diversity hier im Allgemeinen für Vielfalt steht, weil jeder Mensch einzigartig und wertvoll ist und wir die Lebenswelt eines jeden Individuums ernst nehmen. Deswegen finde ich deine Interpretation des Regenbogens sehr schön, weil es den inklusiven Gedanken aufgreift, um den Grundstein für eine friedliche Ko-Existenz verschiedener Lebensentwürfe zu zelebrieren.

Zu Muslimen und Queerness hatte ich letztens eine schöne Situation: Bei uns in der Kita gibt es ein kleines Mädchen und ihre Familie hat einen türkischen Migrationshintergrund. Sie lebt bei ihrer Mutter, weil ihre Eltern geschieden sind. Ihre Mutter ist immer sehr auffällig gekleidet und kommt meinem Modegeschmack sehr nahe. Witzigerweise trägt ihre Tochter des Öfteren ähnliche Girlie-Motivshirts wie ich und ruft dann ganz laut: "Hey, so ein T-Shirt habe ich auch!", um ihre Freundinnen anschließend aufzuklären, welche Figur da drauf ist. Sie betont stolz, dass sie Muslima ist, weiß viel über ihre Religion, aber feiert beispielsweise auch Weihnachten, weil die Familie einen liberalen Glauben praktiziert. Letztens hatte sie ein Poesiealbum dabei, in dem sie eine Seite mit verschiedenen Flaggen gemalt hatte. Sie erklärte mir, für welche Länder sie stehen. Beispielsweise auch die Palästinaflagge, bei der sie ihr Bedauern über den Krieg ausdrückte, weil da viele Menschen sterben. Die Eltern hatten ihr eine neutrale Sicht vermittelt, die von Mitgefühl für die Opfer geprägt war und für keine Seite Partei ergreift. Neben den ganzen Länderflaggen hatte sie auch eine Regenbogenflagge gemalt und sagte zu mir: "Das ist die Regenbogenflagge. Das heißt, ein Mann darf einen Mann heiraten und eine Frau darf eine Frau heiraten. Es gibt nicht nur Hochzeiten mit Mann und Frau." Mich hat diese Begegnung ziemlich beeindruckt, weil das Kind für ihr Alter schon sehr aufgeklärt war.

MAS

Zitat von: doppelrock am 19.12.2024 15:06
Irgendwie enthält der Rundbrief ziemlich viel woken Lifestyle, aber wenig Konkretes oder Greifbares.

Wie wäre es, stattdessen mal das Zusammenleben diverser Religionen in einer gemeinsamen Gesellschaft, in einem Staat zu beschreiben?
Anfang könnte Rumänien sein, wo orthodoxe und muslimische Menschen sich vertragen und viele Gemeinsamkeiten haben.
Wo es Dinge wie einen vegetarischen Wochentag gibt, gelebt nach Bibeltexten, nicht nach Mode oder Anweisung einer Politik.

Ich glaube, dass es aus vielen Ländern interessante interreligiöse Dialoge gibt, wo verschiedene Gruppen aktiv miteinander auskommen und wo nicht nur einer was über andere schreibt.

Ich würde mich freuen, darüber zu lesen.

Gruß
doppelrock

Besser woke als asleep, würde ich sagen.

In gewissen rechten - "rechten" im Sinne der parlamentarischen Sitzordnung, nach der diese politische Richtung so benannt ist, nicht im Sinne von "richtig" - Kreisen ist es hip, das Wort "woke" herabwürdigend zu verwenden. Ich sollte mich geehrt fühlen, wenn ein Text von mir als "woke" bezeichnet wird. Wäre es nicht so traurig, dass sich hier Rassismus und Sexismus anschicken, wieder gesellschaftstauglich zu werden, wäre das eine Option.

Aber Doppelrock, Du bist ja so sehr ein Meister aller Wissenschaften, dass Du sicher in der Lage bist, Literatur, wie Du sie gerne lesen würdest, zu finden, mit dem KVK oder RelBib Tübingen oder womit auch immer.

Ebenso wirst Du wissen, wie man Bücher findet, in denen mehrere Autor:innen aus verschiedenen Religionen zur Sprache kommen.

Du musst nicht alles, was möglich ist, in einem einzelnen Text erwarten.

LG, Micha
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

ACHTUNG! Ich verbiete ausdrücklich, Texte oder Bilder, die ich hier einstelle, ohne meine ausdrückliche Erlaubnis auf andere Seiten zu kopieren!

MAS

Zitat von: Yoshi am 21.12.2024 22:34
Lieber Micha,

als Erzieher komme ich tagtäglich mit dem Regenbogen in Berührung, insbesondere kleine Mädchen tragen ihn auf der Kleidung oder malen ihn gerne, aber auch bei vielen Jungen ist er sehr beliebt. Die meisten Kinder nennen "Regenbogenfarben" sogar als ihre Lieblingsfarbe. Viele Kindergärten haben den Regenbogen als Teil ihres Logos und deuten ihn als Zeichen der Diversität, was als eine der Grundsäulen in der Pädagogik gilt und Diversität/Diversity hier im Allgemeinen für Vielfalt steht, weil jeder Mensch einzigartig und wertvoll ist und wir die Lebenswelt eines jeden Individuums ernst nehmen. Deswegen finde ich deine Interpretation des Regenbogens sehr schön, weil es den inklusiven Gedanken aufgreift, um den Grundstein für eine friedliche Ko-Existenz verschiedener Lebensentwürfe zu zelebrieren.

Zu Muslimen und Queerness hatte ich letztens eine schöne Situation: Bei uns in der Kita gibt es ein kleines Mädchen und ihre Familie hat einen türkischen Migrationshintergrund. Sie lebt bei ihrer Mutter, weil ihre Eltern geschieden sind. Ihre Mutter ist immer sehr auffällig gekleidet und kommt meinem Modegeschmack sehr nahe. Witzigerweise trägt ihre Tochter des Öfteren ähnliche Girlie-Motivshirts wie ich und ruft dann ganz laut: "Hey, so ein T-Shirt habe ich auch!", um ihre Freundinnen anschließend aufzuklären, welche Figur da drauf ist. Sie betont stolz, dass sie Muslima ist, weiß viel über ihre Religion, aber feiert beispielsweise auch Weihnachten, weil die Familie einen liberalen Glauben praktiziert. Letztens hatte sie ein Poesiealbum dabei, in dem sie eine Seite mit verschiedenen Flaggen gemalt hatte. Sie erklärte mir, für welche Länder sie stehen. Beispielsweise auch die Palästinaflagge, bei der sie ihr Bedauern über den Krieg ausdrückte, weil da viele Menschen sterben. Die Eltern hatten ihr eine neutrale Sicht vermittelt, die von Mitgefühl für die Opfer geprägt war und für keine Seite Partei ergreift. Neben den ganzen Länderflaggen hatte sie auch eine Regenbogenflagge gemalt und sagte zu mir: "Das ist die Regenbogenflagge. Das heißt, ein Mann darf einen Mann heiraten und eine Frau darf eine Frau heiraten. Es gibt nicht nur Hochzeiten mit Mann und Frau." Mich hat diese Begegnung ziemlich beeindruckt, weil das Kind für ihr Alter schon sehr aufgeklärt war.

Danke für die schöne Geschichte, lieber Yoshi. Nun gibt das kleine Mädchen nur wieder, was aktuell mit den Regenbogenfarbe verbunden wird. Das ist dem Kind nicht vorzuwerfen. Aber es gibt ja, wie ich versucht habe darzustellen, noch mehr Bedeutungen, wobei ich die Symbolik für die Friedensbewegung in den 1980ern gar nicht herausgestellt habe. Man kann diese Bedeutungen zusammenlesen, als Symbol für die Einheit in Vielfalt. Wenn man das will. Für sich selbst ist es einfach eine Farbenkombination. Was Menschen damit verbinden, liegt mehr an uns, als an den Farben.

Aber vor allem macht mir Deine Geschichte Mut, dass hier kleine Kinder eine gute geistige Ausrichtung mitbekommen, die sie fähig macht, in einer vielfältigen Gesellschaft leben zu können, voller Respekt für verschiedene Lebensweisen. Und dass Muslim- und Queer-Sein genau so zusammengeht wie Muslim- und Hetero-Cis-Sein oder Christ- und Queer-Sein usw. usf. Es gibt mehr Möglichkeiten zu leben, als die, die stolz darauf sind, nicht erwacht zu sein, zu tolerieren bereit sind.

LG, Micha
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

ACHTUNG! Ich verbiete ausdrücklich, Texte oder Bilder, die ich hier einstelle, ohne meine ausdrückliche Erlaubnis auf andere Seiten zu kopieren!

doppelrock

#725
Zitat von: MAS am 21.12.2024 23:19
Zitat von: doppelrock am 19.12.2024 15:06
Irgendwie enthält der Rundbrief ziemlich viel woken Lifestyle, aber wenig Konkretes oder Greifbares.

Wie wäre es, stattdessen mal das Zusammenleben diverser Religionen in einer gemeinsamen Gesellschaft, in einem Staat zu beschreiben?
Anfang könnte Rumänien sein, wo orthodoxe und muslimische Menschen sich vertragen und viele Gemeinsamkeiten haben.
Wo es Dinge wie einen vegetarischen Wochentag gibt, gelebt nach Bibeltexten, nicht nach Mode oder Anweisung einer Politik.

Ich glaube, dass es aus vielen Ländern interessante interreligiöse Dialoge gibt, wo verschiedene Gruppen aktiv miteinander auskommen und wo nicht nur einer was über andere schreibt.

Ich würde mich freuen, darüber zu lesen.

Gruß
doppelrock

Besser woke als asleep, würde ich sagen.

In gewissen rechten - "rechten" im Sinne der parlamentarischen Sitzordnung, nach der diese politische Richtung so benannt ist, nicht im Sinne von "richtig" - Kreisen ist es hip, das Wort "woke" herabwürdigend zu verwenden. Ich sollte mich geehrt fühlen, wenn ein Text von mir als "woke" bezeichnet wird. Wäre es nicht so traurig, dass sich hier Rassismus und Sexismus anschicken, wieder gesellschaftstauglich zu werden, wäre das eine Option.

Aber Doppelrock, Du bist ja so sehr ein Meister aller Wissenschaften, dass Du sicher in der Lage bist, Literatur, wie Du sie gerne lesen würdest, zu finden, mit dem KVK oder RelBib Tübingen oder womit auch immer.

Ebenso wirst Du wissen, wie man Bücher findet, in denen mehrere Autor:innen aus verschiedenen Religionen zur Sprache kommen.

Du musst nicht alles, was möglich ist, in einem einzelnen Text erwarten.

LG, Micha

Den Namen haben sich die Leute selbst gegeben, weil sie sich für besonders aufgewacht halten. Anfang dieser autoritären Bewegung in USA.

Es liegr an den Leuten selbst, wieviel Respekt ihnen entgegengebracht wird. In den meisten Fällen werden sie für menschenverachtende und spaltende Ideologien missbraucht, ohne es zu merken, und glauben sie wären eben besonders aufgewacht, wenn sie sich für eine "gute Sache" einsetzen.

Dass jemand diese Menschen mit ihrem oft aggressiven Oberlehrer-Gehabe wenig bis kaum ernst nimmt, liegt in deren Verhalten. Wunsch und Wirklichkeit klaffen zu weit auseinander. Sie wollen Sexismus durch neuen Sexismus überwinden, Rassismus durch neuen Rassismus, Wetterveränderungen (Klima) durch umweltfeindliche Maßnahmen verhindern, frieden durch Krieg und Ergreifen einer Kriegspartei erreichen statt Diplomatie und Verhandlung.

Deine Bezeichnung mit dem "Meister" ehrt, ist aber weit übertrieben. Ich bin allenfalls an den Dingen interessiert und möchte sie verstehen. Umso enttäuschender, dass du ausweichst und statt Antworten nur Ablehnung transportierst. In einem Thema, das den "Dialog" in der Überschrift führt.

Was Michael über Paul spricht, verrät mehr über Michael als über Paul.

Denk mal drüber nach
doppelrock

JJSW

#726
Hallo Michael und Paul

Ich wünsche euch einen schönen 4. Advent.
Dem Yoshi natürlich auch.

Gruß
Jürgen


Laßt Euch nicht von Zweifeln plagen
und genießt das Röcketragen

Lars

Zitat von: doppelrock am 22.12.2024 05:08
Den Namen haben sich die Leute selbst gegeben, weil sie sich für besonders aufgewacht halten. Anfang dieser autoritären Bewegung in USA.

Es liegr an den Leuten selbst, wieviel Respekt ihnen entgegengebracht wird. In den meisten Fällen werden sie für menschenverachtende und spaltende Ideologien missbraucht, ohne es zu merken, und glauben sie wären eben besonders aufgewacht, wenn sie sich für eine "gute Sache" einsetzen.

Dass jemand diese Menschen mit ihrem oft aggressiven Oberlehrer-Gehabe wenig bis kaum ernst nimmt, liegt in deren Verhalten. Wunsch und Wirklichkeit klaffen zu weit auseinander. Sie wollen Sexismus durch neuen Sexismus überwinden, Rassismus durch neuen Rassismus, Wetterveränderungen (Klima) durch umweltfeindliche Maßnahmen verhindern, frieden durch Krieg und Ergreifen einer Kriegspartei erreichen statt Diplomatie und Verhandlung.

Deine Bezeichnung mit dem "Meister" ehrt, ist aber weit übertrieben. Ich bin allenfalls an den Dingen interessiert und möchte sie verstehen. Umso enttäuschender, dass du ausweichst und statt Antworten nur Ablehnung transportierst. In einem Thema, das den "Dialog" in der Überschrift führt.

Was Michael über Paul spricht, verrät mehr über Michael als über Paul.

Denk mal drüber nach
doppelrock

Danke ....
Ich werde Dich in mein Abendgebet mit reinnehmen. Nicht nur wegen der prägnanten kurzen Worte, sondern auch wegen Deiner Geduld, die Dinge immer wieder darzulegen, auch wenn es höchstwahrscheinlich vergebens ist.

Viele Grüße,
Lars

MAS

#728
Was Doppelrock über wen auch immer spricht, verrät mehr über Doppelrock, als über wen auch immer.

Lars beglückwünscht Dich zu Deiner Geduld mit mir, ich wurde auch schon für meine Geduld mit Euch bewundert. Und wieder andere verlieren die Geduld mit uns.


Ich wünsche auch allen hier einen schönen 4. Advent!

LG, Micha

Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

ACHTUNG! Ich verbiete ausdrücklich, Texte oder Bilder, die ich hier einstelle, ohne meine ausdrückliche Erlaubnis auf andere Seiten zu kopieren!

JJSW

#729
Hallo Lars,

Nach Micha, Paul und Yoshi wünsche ich Dir natürlich auch einen schönen 4. Advent.
Hab Dich hier schon erwartet  ;)

Geduld hab ich nicht so viel aber ich mag euch alle trotzdem.

@Micha
Deinen Rundbrief habe ich gelesen.
Danke dafür.

Heute bekommen:

Kommt, lass uns anders sein und uns gegenseitig gut tun,
während der Rest der Welt damit beschäftigt ist,
sich gegenseitig zu verletzen.

Gruß
Jürgen
Laßt Euch nicht von Zweifeln plagen
und genießt das Röcketragen

Yoshi

#730
Lieber Micha,

ich bewundere deine Bemühungen in den Dialog treten zu wollen. Allerdings bedeutet Dialog im dialektischen Sinne, dass man durch gemeinsames (Nach-)Denken den Logos (Sinn, Wort, Gehalt) ergründen möchte. Das erfordert ein offenes und wertschätzendes Einlassen auf den Gesprächspartner sowie ein neugieriges Eintauchen in dessen Gedankenwelt, um im Idealfall zu neuen Erkenntnissen zu gelangen.

Deine Opponenten im Forum sind aber nicht an solchen Dialogen interessiert, sondern nur an destruktiven Diskussionen und so ist auch die Tonalität ihrer Gesprächsführung. Sie haben unerschütterliche Meinungen, die sie für absolut, objektiv und einzig wahr erachten. Sie halten sich selbst für aufgewachte Weisen und dich nur für einen schlafenden verwirrten Narren. Gegen solch eine Hybris wirst du nicht viel bewirken können. Mit Dialektik wirst du gegen ihre Dogmatik nicht ankommen.

Schone lieber deine Nerven und trete mit Menschen in Kontakt, die offenherzig und empathisch kommunizieren können und ein Interesse an einem echten Austausch mit dir haben. Du fütterst mit deinen noblen Bestreben nur die verbitterten Trolle, die sich auf martialische Weise an deiner Sisyphusarbeit ergötzen. Es ist verlorene Liebesmüh', die dir nur unnötig die Energie aussaugt und diese kann wahrlich sinnvoller eingesetzt werden.

Wenn ich wenigstens eine Lehre aus meiner Social Media Detox gezogen habe, dann ist es diese.  ;)

Liebe Grüße
Yoshi

MAS

Danke, lieber Yoshi, für Deine Einschätzung!

Ich denke, Du hast in vielem Recht! Aber wie geht man am besten damit um? Ignorieren? Ihre Beiträge unwidersprochen hinnehmen und so den Eindruck vermitteln, man stimme ihnen zu?

Zugleich glaube ich ja immer noch an das Gute im Menschen. Ist das so falsch?

Nach meiner derzeitigen Meinung, mangelt es auf jeden Fall an einer Passung. Sie behaupten, es sei vergebens, mir etwas erklären zu wollen. Genau diesen Eindruck habe ich umgekehrt auch. Es sind sehr verschiedene Weisen des Denkens, verschiedene Ausgangslagen, verschiedene Arten, schlusszufolgern, verschiedene Interessen. Wohl auch grundsätzlich verschiedene Weltbilder. Und auch verschieden Selbstbilder.

Ich denke nochmal intensiver darüber nach.

LG, Micha
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

ACHTUNG! Ich verbiete ausdrücklich, Texte oder Bilder, die ich hier einstelle, ohne meine ausdrückliche Erlaubnis auf andere Seiten zu kopieren!

JJSW

#732
Lieber Micha

Ich sehe das ähnlich wie Yoshi

Manche Menschen verstecken das Gute in sich sehr gut. Ich muss nicht jeden hier verstehen. Und es macht mir nichts mehr, wenn mich nicht jeder versteht.

Steck da lieber nicht zuviel Energie rein, ich glaube, bei deinen ehrenamtlichen Tätigkeiten kannst Du mehr bewirken als im Forum.

Mit manchen Leuten ist es vergebene Liebesmüh, diskutieren zu wollen. Da ergibt sich anstelle eines Dialogs nur ein Wortduell. Wenn jeder dem anderen Unverständnis vorwirft, dann sind die Leute nicht kompatibel. Aber anstelle sich aus dem Weg zu gehen und in Ruhe zu lassen, lauern sie nur um dann wie auf Knopfdruck beim nächstem Wortduell wieder mit dabei zu sein.

Im Forum muss ich mit den Leuten klarkommen, die hier sind. Andere bekomme ich nicht.

Aber ich kenne die Leute, mit denen sich zu schreiben lohnt und bei den anderen fasse ich mich lieber kurz.

Deine Rundbriefe lese ich auch gerne. Aber ich fange keine Diskussionen an. Wenn es mal etwas zu klären gibt, dann lieber mal per persönlicher Nachricht.

Grüßle
Jürgen



Laßt Euch nicht von Zweifeln plagen
und genießt das Röcketragen

MAS

Lieber Jürgen,

auch Dir sei gedankt für Deinen Beitrag!

Ich bin auf jeden Fall froh, nicht alleine zu sein mit der Einschätzung der Beiträge jetzt hier von Doppelrock und Lars als kontraproduktiv.

Intrerreligiöser und interkultureller Dialog hat viele Feinde. Fundamentalist:innen, Nationalist:innen und andere Extremist:innen mögen es gar nicht, wenn man Menschen, die anders sind als sie selbst, zuhört und sie als gleichwertig respektiert.

Aber dieser Dialog ist heute wichtiger denn je.

Hier kommt leider keiner zustande, sondern nur Diskussionen. Auch Diskussionen haben ihren Wert, aber fahren sich leider auch oft fest.

Ich höre jetzt gerade "Tag für Tag. Aus Religion und Gesellschaft", wo es gerade um christlich-islamische Ehen und das gemeinsame Weihnachtsfest in diesen Familien geht. Es ist meine Lieblingsradioserie: https://www.deutschlandfunk.de/tag-fuer-tag-100.html

LG, Micha
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

ACHTUNG! Ich verbiete ausdrücklich, Texte oder Bilder, die ich hier einstelle, ohne meine ausdrückliche Erlaubnis auf andere Seiten zu kopieren!

JJSW

#734
Lieber Micha

Ich finde es gut, das es Deine interreligiösen Rundbriefe gibt und auch die Radioserie auf DLF.
Es gibt Menschen, denen dies eine Hilfe ist,
Andererseits gibt es auch Menschen, die damit nichts anfangen können.

Es gibt auch Dinge wie z.B. Horoskope, Esoterik oder Sportwetten, mit denen ich nichts anfangen kann, aber was soll ich mich darüber aufregen?

Solange Religion nicht in Fanatismus umschlägt und zu Gewalt und Spaltung aufruft, soll jeder den Glauben ausüben, der ihm hilfreich ist.

Und wenn mich ein Thema nicht interessiert dann überlasse ich es eben denen , die damit etwas anfangen können und halte mich eben zurück.
Da wünsche einigen im Forum mehr Gelassenheit,
auch mal ein Thema unkommentiert liegen zu lassen.

Nur wenn hier Stimmung gemacht wird gegen Mitglieder, dann kann sein, das ich mich wieder einmische. Denn sowas regt mich auf.
So wie neulich, als ich versuchte, zwischen MAS und Chris Schumann zu schlichten. War ganz schön anstrengend mit den beiden Sturköppen  ;)

Gruß
Jürgen
Laßt Euch nicht von Zweifeln plagen
und genießt das Röcketragen