Kulturelle Aneignung oder Gesinnungsdiktatur?

Begonnen von Morle, 24.05.2023 15:37

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Yoshi

Zitat von: Zwurg am 17.01.2024 19:43
Ich hab auch noch nie gehört dass man beispielsweise das englischsprachige "Gipsy" irgendwie meiden muss. Oder dass es in anderen Sprachen solche Regulationversuche gibt. Seltsam.

Natürlich gibt es das auch in anderen Sprachen. Im Englischen nennt man das "Political Correctness" und der Begriff "Gipsy" soll auch nicht mehr genutzt werden, sondern stattdessen "Romani people" (übrigens ein Vorschlag, der von der Community selbst kam). In Hollywood-Filmen, in denen ja bekanntlich sehr viel geflucht wird, sind auch so Begriffe wie "Nigger" oder "Faggot" (Schwuchtel) mittlerweile stark verpönt und werden kaum noch verwendet. Vor einigen Jahrzehnten hörte man diese Begriffe noch ständig in Thrillern oder Mafiafilmen. Dunkelhäutige werden mittlerweile "People of Colour" genannt, nachdem man zwischenzeitlich von "Afroamerikanern" sprach, womit man aber nicht die gesamte PoC-Community abbildete. Und selbst im Englischen wird gegendert: Man spricht im Plural beispielsweise nicht mehr von "businessmen", sondern immer mehr von "businesspeople". Einige meiden auch die Begriffe "mankind" oder "manhood" und nutzen dafür eher "humanity", "humankind" oder "human beings". Es sind zwar alles Begriffe für Menschheit, aber mit "man" werden nur Männer sprachlich abgebildet, wohingegen "human" das Wort für Menschen ist.
Die skandinavischen Länder achten meines Wissens auch sehr auf Sprache. Im Schwedischen wurde vor einigen Jahren ein drittes Pronomen für nicht-binäre Menschen eingeführt. Anderes schwedischsprachiges Beispiel: Die Nachfahren von Astrid Lindgren haben veranlasst (und nicht die Verlage, wie gerne behauptet wird), dass in neuen Ausgaben von Pippi Langstrumpf nicht mehr vom "Negerkönig" und "Negersprache" die Rede ist, sondern vom "Südseekönig" und der "Taka-Tuka-Sprache".
Das sind übrigens auch nicht nur westliche Phänomene. Aus dem Japanischen weiß ich, dass es den Begriff "Gaijin" gibt, der für (vor allem westliche) Ausländer benutzt wurde und mittlerweile in den Medien eher gemieden wird, weil er historisch sehr abwertend gebraucht wurde. Sie nutzen mittlerweile auch einen anderen Begriff.

Zitat von: Zwurg am 17.01.2024 19:43
Ich kaufte gerne Zigeunersauce, da hatte ich eher die romantische Vorstellung davon wie ein frei lebender Mensch mit bunter Kleidung und einem bunt bemalten Wagen sein Fleisch grillt und dazu so eine pikante Soße verwendet. Was ist daran in irgend einer Weise verwerflich??

Wenn sich jemand durch den Begriff verletzt fühlt und man es trotzdem weiterhin nutzt, dann halte ich das schon für ignorant und zeigt mir, dass es dem Gegenüber an Empathie und Verständnis fehlt. Im Englischen gibt es ja auch den Begriff "Krauts" für uns Deutschen, der vor allem seit dem Ersten Weltkrieg abwertend genutzt wird. Und selbst wenn ein Engländer eine klischeehafte "romantisierende" Vorstellung davon hat, wie meine Großmutter mir Rippchen mit Sauerkraut zubereitet und ich dabei Lederhose und Trachten trage, möchte ich so nicht genannt werden. Spielen wir das Gedankenspiel mal weiter: Wenn ich mir dann noch vorstelle, dass sie Sauerkraut unter der Bezeichnung "Nazikraut" im britischen Supermarkt verkaufen würden, fände ich das auch unangemessen und würde mich für die Abschaffung des Begriffes einsetzen.

GregorM

Ich langweile  mich. Bin ich der einzige, der dieses Thema  satt hat?
Gruß
Gregor

Lars

Zitat von: Yoshi am 17.01.2024 21:40
Wenn sich jemand durch den Begriff verletzt fühlt und man es trotzdem weiterhin nutzt, dann halte ich das schon für ignorant und zeigt mir, dass es dem Gegenüber an Empathie und Verständnis fehlt.

Wenn sich z.B. ein sogenannter Zigeuner dazu äußern würde, ob er sich durch den Begriff "Zigeunersoße" verletzt oder geehrt fühlt oder ob es ihm egal ist, dann können wir uns eventuell ein Urteil erlauben und erforderlichenfalls handeln. So lange das nicht der Fall ist, sollten wir uns mit hanebüchenen Gedankenkonstrukten und Gutmenschengehabe zurückhalten.
Dies nur ein Beispiel. Ich weiß selber nicht, wie Zigeuner überhaupt zu dem Begriff Zigeuner stehen. Es braucht mir hier auch keiner mit Lehrbuch-, Zeitungs- oder Fernsehwissen versuchen zu erklären.

Und mir fällt grad ein, daß ich irgendwo mal gelesen habe, daß ein afrikanischer Restaurentbetreiber sein Restaurant "Zum Neger" genannt hat. Und selbst da haben sich welche drüber aufgeregt. Er hat sich quasi seine eigene Kultur angeeignet, und das geht hierzulande natürlich gar nicht, für niemanden ...
;D ;D ;D

Yoshi

Zitat von: Lars am 17.01.2024 21:54
Dies nur ein Beispiel. Ich weiß selber nicht, wie Zigeuner überhaupt zu dem Begriff Zigeuner stehen. Es braucht mir hier auch keiner mit Lehrbuch-, Zeitungs- oder Fernsehwissen versuchen zu erklären.
;D ;D ;D

Kann man beim Zentralrat der Sinti und Roma nachlesen, wie sie selbst zum Begriff "Zigeuner" stehen.


JoHa

Letztes Jahr hat ein Jazzmusiker darauf bestanden, den Begriff Zigeuner, zumindest was seine Musik angeht, weiter zu verwenden. Meines Wissens war es jemand aus der Familie von/um Schnuckenack Reinhardt.

MAS

Zitat von: Zwurg am 17.01.2024 19:43
Ich habe weiter oben ausgeführt das ich illegale Migrationspolitik nur für einen Teil des Problems halte. Wohlgemerkt nur die nicht legale Migration, in der Schleuser bestimmen wer nach Deutschland kommt.

Ich stolpere schon über diese beiden Sätze, Zwurg. "Illegale Migrationspolitik" und "legale Migration, in der Schleuser bestimmen, wer nach Deutschland kommt".

Das verstehe ich nicht!

LG, Micha
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

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MAS

Zitat von: Zwurg am 17.01.2024 19:43
Kolonialpolitik früherer Zeiten kann man auf Deutschland kaum anwenden. Als er eine der letzten europäischen Großmächte, machte sich Deutschland am Ende des 19. Jahrhunderts auf noch ein paar Kolonien vor allem in Afrika zu ergattern

Auch hierüber stolpere ich: Deutschland hatte zwar wenig Zeit, in dieser Zeit aber den 1. Volkermord des 20. Jhdt. an den Herero und Nama fabriziert und dort auch die ersten Konzentrationslager eingerichtet. Man braucht also gar keine Nazikeule, das Kaiserreich reicht auch schon zur Mahnung!

LG, Micha
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MAS

Zitat von: Zwurg am 17.01.2024 19:43
Und für meine Person kann einfach sagen, ich habe überhaupt nichts gegen dunkelhäutige Menschen, solange sie mir auf Augenhöhe begegnen. Ich habe immer Dunkelhäute Schauspieler cool gefunden. Denzel Washington, Will Smith, Phillip Michael Thomas, Samuel L. Jackson, Morgan Freeman, Djimon Hounsou usw.               Und bis ich 20 Jahre alt war habe ich in echt keinen gesehen, kannte solche Menschen nur aus dem Fernsehen oder Kino. Ein "Neger" war vor 35 Jahren für mich vor allem die Bezeichnung für Mixgetränk aus Cola und Weizenbier. Kein Mensch dachte sich etwas böses wenn jemand an "Nega" und a "Zigeina" bestellte. Heutzutage wäre man dann ja fast schon ein Nazi. Und das stört mich. Ebenso dass man keine Rastafrisuren oder ethnisch andere Kleidung tragen sollte. Früher fand man das cool. Und ich fand die Rastas einer rotaarigen Frau  wunderschön. Gerade an meinem jetzigen Arbeitsplatz sehe ich oft junge Leute, mit gewagtem modischen Stilen. Am Anfang fiel mir ein junger Mann auf der schwarze Rastalocken hat, der einen sehr breiten niederbairischen Dialekt spricht. Es stellte sich heraus das er in Bogota geboren ist und sowohl bayrische als auch bolivianische Vorfahren hat. Was darf der jetzt?

Zurück zur Politik der Sprachgestaltung, ich fühle mich nicht wohl mit der aufgesetzten, verordneten neuen Moral. Ich selbst habe in meinem ersten Roman einen dunkelhäutigen Protagonisten: Fürst Xitro, den König der Drachenreiter. Ich habe ihn damals als "Mohr" bezeichnet. Und wen ich noch eine Neuauflage mache, dann werde ich es so belassen. Ich nehme die Menschen so wie sie mir begegnen, selbst einige (behinderte) Betreute besuchen mich immer wieder bei mir im Büro, einfach mich zu umarmen. Und dabei habe ich mit ihrer Betreuung nichts zu tun, ich arbeite ja in der Verwaltung. Wenn ich Mails an alle Kollegen verschicke unterlasse ich es zu gendern, weil ich weiß dass gerde das viele Frauen das nicht gut finden. Ich kaufte gerne Zigeunersauce, da hatte ich eher die romantische Vorstellung davon wie ein frei lebender Mensch mit bunter Kleidung und einem bunt bemalten Wagen sein Fleisch grillt und dazu so eine pikante Soße verwendet. Was ist daran in irgend einer Weise verwerflich??
Ich hab auch noch nie gehört dass man beispielsweise das englischsprachige "Gipsy" irgendwie meiden muss. Oder dass es in anderen Sprachen solche Regulationversuche gibt. Seltsam.
Übertraägt da jemand fremde Konflikte auf Deutschland? Vielleicht aus den USA? Dort wanderten die Dunkelhäutigen Menschen in ganz anderen Umständen ein. Und ist heute ein WillSmith unterdrückt oder ein Barrack Obama?

Das mit kann ich leben, zumal ich nicht betroffen bin von Bezeichungen wie "Neger" oder "Zigeuner". Wäre ich betroffen, würde ich aber sicher anders denken. Ich stelle mir mal vor, Europa sei afrikanisch kolonisiert worden und wir über Jahrhunderte ausgebeutete Weiße würden als "Bleichgesichter" bezeichnet werden, so wie wir es von den Inigenen Nordamerkas gegenüber den euroamerikanischen Eroberen kennen, nur dass wir dann keine Eroberer, sondern Eroberte wären. Oder eine nomadische Lebensweise sei normal und die sesshafte den Nomaden suspekt und sie würden uns z.B. als "Sitzgauner" bezeichnen. Sicher würde ich dann anders denken.
Und Du?

LG, Micha
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Skirtedman

Zitat von: Lars am 17.01.2024 21:54
Wenn sich z.B. ein sogenannter Zigeuner dazu äußern würde, ob er sich durch den Begriff "Zigeunersoße" verletzt oder geehrt fühlt oder ob es ihm egal ist, dann können wir uns eventuell ein Urteil erlauben und erforderlichenfalls handeln. So lange das nicht der Fall ist, sollten wir uns mit hanebüchenen Gedankenkonstrukten und Gutmenschengehabe zurückhalten.

Da muss es wohl schon hinreichend Fälle gegeben haben.

Zitat von: Lars am 17.01.2024 21:54
Dies nur ein Beispiel. Ich weiß selber nicht, wie Zigeuner überhaupt zu dem Begriff Zigeuner stehen. Es braucht mir hier auch keiner mit Lehrbuch-, Zeitungs- oder Fernsehwissen versuchen zu erklären.


Dann hilft nur, dass Du Dir das selbst erfragst. Du kannst es aber mit Sicherheit ja auch erfühlen.
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch seelisch gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks im Hirn wohl sitzen, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

MAS

Zitat von: Lars am 17.01.2024 21:54
Zitat von: Yoshi am 17.01.2024 21:40
Wenn sich jemand durch den Begriff verletzt fühlt und man es trotzdem weiterhin nutzt, dann halte ich das schon für ignorant und zeigt mir, dass es dem Gegenüber an Empathie und Verständnis fehlt.

Wenn sich z.B. ein sogenannter Zigeuner dazu äußern würde, ob er sich durch den Begriff "Zigeunersoße" verletzt oder geehrt fühlt oder ob es ihm egal ist, dann können wir uns eventuell ein Urteil erlauben und erforderlichenfalls handeln. So lange das nicht der Fall ist,

Aber das ist doch längst der Fall. Zumindest habe ich mal einen Vortrag von Roma gehört, die genau das kritisiert haben. Klar, so ein Vortrag fand vor Ort statt und ist nicht im Internet abrufbar.

LG, Micha
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MAS

Zitat von: Skirtedman am 17.01.2024 23:28
Zitat von: Lars am 17.01.2024 21:54
Wenn sich z.B. ein sogenannter Zigeuner dazu äußern würde, ob er sich durch den Begriff "Zigeunersoße" verletzt oder geehrt fühlt oder ob es ihm egal ist, dann können wir uns eventuell ein Urteil erlauben und erforderlichenfalls handeln. So lange das nicht der Fall ist, sollten wir uns mit hanebüchenen Gedankenkonstrukten und Gutmenschengehabe zurückhalten.

Da muss es wohl schon hinreichend Fälle gegeben haben.

Zitat von: Lars am 17.01.2024 21:54
Dies nur ein Beispiel. Ich weiß selber nicht, wie Zigeuner überhaupt zu dem Begriff Zigeuner stehen. Es braucht mir hier auch keiner mit Lehrbuch-, Zeitungs- oder Fernsehwissen versuchen zu erklären.


Dann hilft nur, dass Du Dir das selbst erfragst. Du kannst es aber mit Sicherheit ja auch erfühlen.

Ich habe es von Roma gehört, dass sie diese Bezeichnung als Beleidigung empfinden. Sicher gilt das nicht für alle. Aber sollte man jetzt jeden einzelnen frage, ob man ihn "Zigeuner" nennen darf?

LG, Micha
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JoHa

Ich habe in Solingen ein Haus besessen, in dem viele Nationen vertreten waren als Fortbildungsgäste an Metallfachschulen. Eines Nachmittags, wir saßen beim Tee, kam mein jüngerer Sohn auf meinen Sitznachbarn zu und fragte: "Bist du Neger?" Der lachte und fragte: "Siehst du das nicht?"
Im anschließenden Gespräch kam heraus, daß die "Neger" aus französisch kolonisierten Gebieten ganz anders auf den Begriff reagierten als diejenigen, die dem anglo-amerikanischen Bereich entstammten.
"Negre" und "Nigger" trennen Welten.
Die einen waren stolz auf ihre afrikanische Negritude, die anderen fühlten sich mit Nigger beschimpft.
Seit diesem Erlebnis sehe ich die Vermeidung des "N-Wortes" als Folge des US-Kulturimperialismus an.

MAS

Zitat von: JoHa am 17.01.2024 22:28
Letztes Jahr hat ein Jazzmusiker darauf bestanden, den Begriff Zigeuner, zumindest was seine Musik angeht, weiter zu verwenden. Meines Wissens war es jemand aus der Familie von/um Schnuckenack Reinhardt.

Ich sage ja, dass nicht alle diese Bezeichnung ablehnen. Auch manche Leute von Farbe bezeichnen sich als "Nigger" und auch Asatruar als "Heiden" oder "Pagane".

Jetzt ist halt die Frage: Nach wem soll man sich als Nichtbetroffener richten: Nach denen, die gerne so bezeichnet werden wollen, wie sie sich selbst bezeichnen oder nach denen, die sich auch mit einer Fremdbezeichnung identifizieren?

LG, Micha
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Morle

Sehr verehrter Zwurg:
,,Mittlerweile befinden sich ...FDP... und CSU soweit am politisch linken Rand."
Die FDP, das Callgirl der Industrie und insbesondere des Porsche-Konzerns (lies im Internet über Lindner und Porsche nach. Nee: laß es, denn das ist sowieso alles Fake aus der linksversifften, gleichgeschalteten Medienlandschaft, gelle?)
Eine Partei mit dem Rechtspopulisten Söder als Vorsitzenden am linken Rand. Ich lache mich schlapp. Biete diesen Joke doch dem Nuhr an, vielleicht bezahlt er dir ´ne müde Mark dafür.
Woher hast du das Gerücht über die Abschaffung der Berufsunfähigkeitsrente? Ist womöglich deinem ansonsten überaus scharfen Auge vielleicht entgangen, daß beide, sowohl die Berufsunfähigkeits- als auch Erwerbsunfähigkeitsrente abgeschafft und durch eine, nämlich die Erwerbsminderungsrente, ersetzt worden sind?
Wenn du illegale Maßenmigration verortest, bin ich beruhigt: in Maßen, also maßvolle Migration. Oder meintest du Massenmigration mit Doppel-s statt ß?
,,...ich spreche Deutsch (Dialekt) und schreibe Deutsch (hab erst neulich wieder ein Kompliment für meine Romane bekommen)." Bescheidene Frage: hat die Bezahlung des Verlagskorrektors, der sicher sehr, sehr viel Arbeit gehabt hat, nicht die Höhe deiner Tantiemen überschritten? Noch ´ne Frage: wie heißen deine Romane? Mein Krampf (selbstverständlich als Schilderung gesundheitlicher Befindlichkeiten oder so)?
In welcher Realität oder welchem Staat lebst du deiner Wahrnehmung nach?

Sehr verehrter Lars:
,,... die ... beleidigten und denunzierten, die sich nicht der Gen-Therapie mittels Spritze unterzogen haben"
Ich werde mir immer sicherer: manchen hier im Forum (ich nenne ganz bewußt keine Namen, um nicht wieder gerechtfertigte Schelte zu bekommen) könnte kein größeres Glück widerfahren als eine Gentherapie.
 

Lieber Micha: verzeihe, wenn ich Dir widerspreche, aber bei deinem Teilsatz (,,...Sonst wären Strauß ... auch keine Demokraten gewesen") bin ich nicht dáccord: Meiner Meinung war Strauß Zeit seines Lebens Altnazi (nationalsozialistischer Führungsoffizier: von denen ist garantiert niemand zwangsverpflichtet gewesen) und ist es auch nach `45 geblieben. Er war Rassist (siehe seine Rede zur Verteidigung der Apartheid in Südafrika), ebenso Zeit seines Lebens enger Freund von Diktatoren und evident korrupt bis ins Mark. Übrigens: einem solchen Drecksack post mortem die Ehre zu erweisen, einen Flughafen nach ihm zu benennen, kann m. E. auch nur in Bayern geschehen.

Lieber Yoshi:
Ich halte Deine Beiträge stets für lesens- und nachdenkenswert. Gut, Leute wie Dich im Forum zu haben! Auch deinen Post bzgl. korrekter Ausdrucksweise für Leute anderer Kulturen bzw. Hautfarben teile ich vollinhaltlich.
Aber da du den, soweit ich weiß international üblichen, Ausdruck ,,People of colour" kommentarlos zitierst hast: ich finde, daß dieser Begriff, wie übrigens viele aus der politisch-korrekten Ecke, z. B. Mitbürger (jemand ohne deutsche Staatsangehörigkeit kann staatsrechtlich kein Bürger dieses Landes sein und daher auch kein Mitbürger) im Grunde totaler Blödsinn ist, geboren aus dem Bedürfnis, ,,pip, pip, pip, wir haben uns alle lieb" unter Ausschaltung des Verstands, soweit existent.
Meine Begründung dafür lautet schlicht: People of colour als Bezeichnung für dunkelhäutigere Leute verlangt als logischen Umkehrschluß die Verneinung von Farbe für Weiß! Für die ,,pip, pip, pip, wir haben uns alle lieb"-Fraktion ist Weiß also keine Farbe, oder wie? Dabei ist Weiß, soweit ich weiß (kleine Wortspielerei, Entschuldigung) die Gesamtheit aller Farben.
Glaube heißt Nicht-wissen-wollen, was wahr ist (Nietzsche)
Was für eine schlaue Erschleichung und hinterlistige Insinuation in dem Wort Atheismus liegt! – als verstände der Theismus sich von selbst.
Arthur Schopenhauer

Zwurg

Hallo Morle,

Ich muss sagen, deine Art zu schreiben finde ich beleidigend. Ich greife hier niemand persönlich an. Niemals.
Du kennst mich nicht. Du kennst auch meine Werke nicht. Mag sein dass ich kein Profi Autor bin, dennoch lasen viele Menschen meine Bücher mit Vergnügen. Du wirst das eben niemals tun. Hast du jemals einen längeren literarischen Text geschrieben?

Und natürlich gebe ich einem Forumstext niemals die Aufmerksamkeit, las einem Text den ich drucken lassen möchte.

Es gibt verschiedene Meinungen und verschiedene Menschen, sogar in politischen Parteien. Das muss man akzeptieren, wenn man miteinander diskutiert.

Nur weil andere Menschen andere Meinungen haben, als du brauchst du sie nicht Niveaulos über sie herziehen.


Den größten Mut erfordert es den eigenen Weg zu gehen